Lisa Kern
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleg:innen! Was ist eigentlich ein digitaler Zwilling? Stellen Sie sich vor, wir wollen einen Platz in Hamburg neu gestalten. Statt nur auf Pläne und Tabellen zu schauen, können wir diesen Platz digital abbilden. Wir können unterschiedliche Planungen sichtbar machen, Varianten miteinander vergleichen und verschiedene Daten zusammenführen. So können wir besser verstehen, welche Auswirkungen unsere Entscheidungen haben können. Das ist, sehr vereinfacht gesagt, ein digitaler Zwilling unserer Stadt. Hamburg hat in den vergangenen Jahren mit Connected Urban Twins, DIPAS und weiteren Anwendungen beeindruckende digitale Werkzeuge entwickelt. Sie können uns helfen, besser zu planen, fundierter zu entscheiden und Bürger:innen besser an diesen Entscheidungen zu beteiligen. Und genau an dieser Stelle, da kommt die Bezirkspolitik ins Spiel. Denn sehr viele konkrete Planungen unserer Stadt werden in den Bezirksversammlungen begleitet, abgestimmt oder überhaupt erst politisch angestoßen. Vom Spielplatz über den Radweg bis zur Gestaltung unserer Grünflächen. Aber wie sieht der denn jetzt aus, ganz konkret, dieser digitale Zwilling? Können Sie sich das vorstellen? Die Fachleute in den Verwaltungen kennen viele der Möglichkeiten, die bereits entstanden sind, aber in der Bezirkspolitik sind sie noch weitgehend unbekannt. Und das wollen wir ändern. Denn wer politische Entscheidungen über die Entwicklung unserer Stadt trifft, sollte auch wissen, welche Werkzeuge dafür zur Verfügung stehen. Deshalb wollen wir die Möglichkeiten der digitalen Zwillinge und von DIPAS allen sieben Bezirksversammlungen vorstellen. Was können diese Instrumente? Wo können sie politische Entscheidungen unterstützen? Und wie können wir damit Beteiligung anschaulicher und zugänglicher machen? Hamburg hat viel Know-how aufgebaut. Jetzt bringen wir dieses Wissen noch stärker dahin, wo die Entscheidungen und Entwicklungen unserer Stadt politisch ganz konkret mitgestaltet werden: in die Bezirksversammlung. Vielen Dank.
