Simone Dornia
Vielen Dank. Ein paar Gedanken habe ich da dann doch noch. Herr Wersich, ja, es kostet Zeit, sich mit den Anwohnenden auseinanderzusetzen und Beteiligung dort mit einzufordern. Und dadurch ist es dann ja auch so, dass es dann letztlich auch dafür sorgt, dass die Anwohnenden sich mehr mitgenommen fühlen und auch Kultur, die ja auch manchmal lauter sein kann, dann auch eher akzeptieren. Und auch die anderen Themen, die Sie angesprochen haben, Bürokratieabbau und all das, da sprechen Sie ja richtige Punkte an. Nur ist es auch so, dass auch grundsätzlich ja immer Sachen gut geprüft werden müssen, bevor sie in die Umsetzung gehen können. Und auch Frau Kleinert, Sie haben auch richtige und wichtige Punkte angesprochen. Unsere Kreativwirtschaft lebt ganz viel von Ehrenamt und von Menschen, die sich engagieren. Und allein auf dem Rücken das zu tragen, ist natürlich auch immer schwierig. Die entscheidende Frage ist aber nicht... Also wir haben einen Nutzungskonflikt, das ist ganz klar. Aber die Frage ist natürlich dann letztlich, ob die Kultur immer gleich das Erste ist, was weichen muss. Und das ist ganz klar so, das darf nicht so sein. Und bei der AfD, also... Ich weiß nicht, wo Sie jetzt wieder irgendwie falsch abgebogen sind oder schlicht stehen geblieben sind. Um es noch mal ganz deutlich zu sagen: Stadtkultur als Basis eines Gemeinwesens, als elementarer Baustein eines Quartiers und Rückgrat von Stadtentwicklung ist und kann nur durch Kultur und Vielfalt entstehen. Und das bereichert uns als Gemeinschaft. Und weil eben auch noch mal das Reeperbahn Festival angesprochen wurde, darauf verweise ich heute auch noch mal: Die Eröffnung des Reeperbahn Festivals ist Ausdruck der Clubkultur in Hamburg, die im Übrigen bundesweit ihresgleichen sucht. Und wir wollen eine vielfältige Stadtteilkultur in den Quartieren und das langfristig sichern, und deswegen ist es auch... Das ist auch die Folge dessen. Also wenn Die Linke jetzt sagt, es gibt zu wenig Proberäume und es gibt zu wenig Möglichkeiten für die Kreativen, sich aufzustellen: Ja, und deswegen machen wir doch diese aktive kulturelle Stadtentwicklung, indem wir bei neu geplanten Quartieren genau prüfen, wo es möglich ist, Kultur mit einzubringen und auch Proberäume einzubringen. Das war's, was ich noch einmal beitragen wollte. Vielen Dank.
