buergerschaft.de ↗

Dr. Joachim Körner

AfD 2:37 min Sitzungen 23/29

Sehr geehrter Herr Präsident, meine sehr geehrten Damen und Herren! Natürlich möchte Hamburg eine gelungene kulturelle Stadtentwicklung aufweisen. Musik, Theater, Malerei, Bildhauerei, darstellendes Design, Buchverlage, Medien, Architektur, Software, Handwerk, und alles das soll gedeihen. Das belebt das soziale Umfeld und fördert natürlich auch den Zusammenhalt. Das dient dem Anspruch Hamburgs, Kulturmetropole zu sein. Dazu gehören auch kreative Wirtschaftsbetriebe wie Handwerk, Presse, Film, Kino und Werbung. All dies stellt auch einen erheblichen wirtschaftlichen Faktor dar. So soll zum Beispiel die Hamburger Musikwirtschaft über 1 Milliarde an Bruttowertschöpfung erbracht haben sowie über 16.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze. Das zieht natürlich auch Tourismus an. Grundsätzlich ist sicherlich ein blühendes kulturelles Leben und ein kreatives Umfeld zu begrüßen und auch unterstützenswert. Allerdings fällt auf, dass vieles in der Großen Anfrage mit Antwort außerordentlich positiv beschrieben wird. Es drängt sich so der Eindruck auf, es sei eine Werbemaßnahme für den Senat. Manche Beschreibungen sind so allgemein gefasst, dass sie von Projekt zu Projekt austauschbar sind, als wäre es unabhängig davon, um welche Kunst, welche Arten von Kreativwerkstatt oder welche sozialen Begegnungsstätten es sich handelt. Vielleicht ist dies der KI geschuldet, aber ich glaube es gar nicht, früher gab es so was auch schon. Es ist auch bedauerlich, dass wenig über die direkten und indirekten Kosten der Fördermaßnahmen zu lesen ist. Entscheidende Instrumente der Förderung finden sich in öffentlicher Hand. Das gilt insbesondere auch für die Raumvergabe. Das bedeutet für die politischen Entscheider zunehmenden Einfluss. Angesichts der zunehmenden politischen Instrumentalisierung öffentlicher Institutionen ist das natürlich kritisch zu sehen. Vielen Dank. Danke schön, Herr Dr. Körner.

Alle Reden von Dr. Joachim Körner Rede ansehen ↗