Krzysztof Walczak
Herr Präsident, meine Damen und Herren, in jedem Entwicklungs- und Schwellenland gibt es eine umfassende Ausstattung von Gebäuden mit Klimaanlagen. Gucken Sie sich Städte an wie Bangkok, Kuala Lumpur, Vientiane. Selbst den Ärmeren mutet man dort nicht zu, bei 30 Grad und mehr zu schmoren. Schaut man hingegen nach Klimaanlagen in Deutschland und Hamburg, müssen wir nüchtern feststellen: Wir befinden uns unter dem Stand diverser Entwicklungsländer. Ich nenne exemplarisch nur drei Zahlen aus der Großen Anfrage der AfD: Wir haben 355 Schulen in Hamburg. Keine einzige Schule ist klimatisiert. Wir haben zehn Hospize in Hamburg. Keinem einzigen sterbenden Menschen und erst recht nicht dem Personal gönnt man eine Klimaanlage. Die Sterbenden dürfen sich stattdessen über rot-grüne Hitzeschutzpläne freuen, ganz nach dem Motto, Rollo runter, Gardine zu, fertig und Stille. Sozialen Sprengstoff hat der akute Klimaanlagenmangel auch. Es gibt über 140.000 Wohnungen der SAGA in Hamburg. Keine einzige Wohnung der SAGA hat auch nur eine fest eingebaute Klimaanlage. Keine einzige. Während selbst die Ärmeren in Entwicklungsländern in klimatisierten Wohnungen sitzen, dürfen normale Hamburger Bürger sich im Hochsommer feuchte Handtücher auf die Stirn legen. Und das ist für ein entwickeltes Land wie Deutschland doch einfach nur beschämend. Und schuld daran ist die GRÜNE Klimahysterie. Seit Jahren hat man uns aus der linken Ecke eingeredet, dass die Erfindung der Klimaanlage nicht etwa ein großer Segen für die menschliche Zivilisation war, sondern eine gefährliche, das Klima gefährdende Ausgeburt der Hölle. Nur an einer Stelle, da wird es sehr interessant, an einer Stelle gönnen sich die Rot-Grünen dann doch die böse Klimaanlage: Von 27 öffentlich geförderten Theatern sind in Hamburg 25 klimatisiert. Wir sehen und staunen: Während der Rest der Stadt schwitzen darf, gönnt sich die linke Kulturschickeria den Komfort der Klimaanlage. Wir hätten das gerne für die gesamte Stadt!
