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Kathrin Warnecke

GRÜNE 1:53 min Sitzungen 23/28

Liebe Kolleg:innen, liebes Präsidium, was wir grundsätzlich brauchen, ist ein inklusiver Arbeitsmarkt, der die Leistungspotenziale aller Menschen hebt. Inklusiv ausgestattete Arbeitsplätze sind möglich. Ernst gemeinte Inklusion bedeutet an dieser Stelle aber auch, Menschen die notwendige Unterstützung an die Hand zu geben, um sich mit ihren Fähigkeiten einbringen zu können. Dies sichern wir beispielsweise über das Budget für Arbeit. Wir setzen außerdem mit den Jugendberufsagenturen schon beim Übergang von der Schule in den Beruf an, um dem Automatismus einer Tätigkeit in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung frühzeitig entgegenzuwirken. Verstehen Sie mich nicht falsch. Aus meiner Praxis als Berufsbetreuerin und den Gesprächen mit den Werkstatträten weiß ich, dass für viele der Menschen, die lange in Werkstätten beschäftigt sind, dies aktuell der richtige Ort ist und dass es Sorge gibt, diese Arbeitsplätze könnten verloren gehen. Es geht mir und uns nicht darum, Werkstätten jetzt abzuschaffen. Es geht vor allem darum, die Weichen für die Zukunft neu zu stellen. Wir müssen beides in den Blick nehmen: die Förderung inklusiver Beschäftigung und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen des Einkommens in den Werkstätten. Am 15. September gehen die Beschäftigten der Hamburger Werkstätten auf die Straße und geben uns einige Handlungsaufträge mit. Sie fordern unter anderem, Werkstätten als Teil eines Netzwerks innerhalb eines inklusiven Arbeitsmarkts weiterzuentwickeln; die Sicherung eines echten Wunsch- und Wahlrechts; die konstruktive Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe; die Erhöhung des Entgelts für Beschäftigte und eine Reform der Werkstätten. Und diese Werkstattreform muss auf Bundesebene kommen, und da muss diese CDU mitmachen und das auch mit vorantreiben. Lassen Sie uns auf Bundes- und Landesebene gemeinsam an diesem Thema weiterarbeiten. Vielen Dank.

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