Michael Gwosdz
Ja, liebe Präsidentin, liebe Kolleg:innen, liebe Anna von Villiez, herzlichen Glückwunsch zum Amt als Beauftragte für jüdisches Leben und die Bekämpfung und Prävention von Antisemitismus! Wie wichtig dieses Amt uns hier im Haus ist, ist heute, glaube ich, in der vorherigen Debatte schon sehr deutlich geworden. Und die Vakanz, die wir in diesem Amt hatten in den letzten Monaten, hat auch gezeigt noch mal, wie wichtig es ist, dass dieses Amt gut und wichtig und ordentlich besetzt ist. Deswegen auch noch mal herzlichen Dank dafür, dass Sie sich beworben haben, dass Sie auch an Ihrer Bewerbung festgehalten haben in dieser schwierigen Phase des Auswahlprozesses. Das war wahrscheinlich nicht ganz einfach und keine Selbstverständlichkeit. Wir werden Sie ja hier jetzt nicht wählen, das steht uns nicht zu, aber ich finde es wichtig und deswegen haben wir auch diese Debatte angemeldet, dass wir einen Rahmen haben, wo wir auch noch einmal deutlich machen, dass das Amt, das Sie schon angetreten haben als Beauftragte, auch für uns in der Bürgerschaft ein wichtiges Amt ist, und Sie eine wichtige Stimme für uns in der Stadt sind, und wir einige Themen in diesem Bereich haben, wo wir ja auch – auch das wurde in der vorherigen Debatte schon mal deutlich – auch auf Ihren Rat, auf Ihre Vorschläge und auf Ihre Kompetenzen angewiesen sind. Deswegen ist diese Debatte vor allem auch ein Signal unserer Wertschätzung. Und ich glaube, im Namen des ganzen Hauses kann ich sagen, herzlichen Glückwunsch zur Wahl und vielen Dank dafür, dass Sie dieses Amt übernommen haben. Und ich hatte mir notiert, und das passt sehr gut auch noch mal zu der Debatte, die wir vorhin zum Thema Hochschulen hatten, Sie haben in Ihrer Antrittserklärung gesagt: "Es darf nicht sein, dass manche von Ihnen, von den jüdischen Menschen in Hamburg," "heute wieder ihre Identität in der Öffentlichkeit verbergen müssen aus Angst vor Anfeindungen." Genau das haben wir ja vorhin ja schon mal debattiert. Genau das will ich auch noch mal unterstreichen. Das ist eine zentrale Aufgabe für uns alle hier im Haus. Und zwar auch vor allem deswegen, weil nur dann der zweite Teil Ihres Amtes, nämlich Förderung des jüdischen Lebens, funktioniert, wenn jüdische Menschen in Hamburg keine Angst mehr haben müssen vor Sichtbarkeit. In diesem Sinne freue ich mich auf Ihre Ratschläge, auf den Austausch und wünsche Ihnen alles Gute im Amt. Vielen Dank.
