Baris Önes
Sehr geehrte Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen, die Obdachlosigkeit nimmt zu – europaweit, in den meisten Metropolen, so auch in Hamburg. Und den Obdachlosen geht es schlecht. Das hat die Gesundheitsbefragung ergeben. Mehr als die Hälfte der obdachlosen Menschen in Hamburg gibt ihre Situation als weniger gut oder schlecht an. 50 Prozent berichten von Diskriminierungen im Gesundheitssystem. Und das alles, obwohl Hamburg so viel tut. Wir haben ein sehr starkes Hilfesystem, es ist differenziert, es ist niedrigschwellig. Da könnte man zum Beispiel an die Clearingstelle denken, an den Notfallfonds oder auch an die Schwerpunktpraxen und an all die Ehrenamtlichen, die Frau Warnecke zu Recht eben gerade erwähnt hat. Mit dem Zusatzantrag wollen wir einen runden Tisch einrichten. Die Idee ist, dass die Akteure aus dem Gesundheitsbereich, aus der Obdachlosenhilfe und der Suchthilfe zusammenkommen. Natürlich kennen sie sich schon, aber hier geht's darum, dass sie regelmäßig strukturiert sich austauschen. Und das Ziel ist es, Doppelstrukturen zu vermeiden, die Wirksamkeit der medizinischen Versorgung zu verbessern und die bestehenden Angebote mit dem Regelsystem noch besser zu vernetzen. Deswegen nehmen Sie den Zusatzantrag an. Danke.
