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Benjamin Mennerich

AfD 2:09 min Sitzungen 23/26

Wertes Präsidium, meine Damen und Herren. Nachdem Sie in den letzten Wochen ja immer wieder über Olympia fabuliert haben, besinnen Sie sich nun endlich mal auf ein Problem, das wirklich für die Hamburger Bürger relevant ist: den Breiten- und nicht den Spitzensport. Und kaum, dass Sie sich dieses sinnvollen Themas annehmen, da verlagern Sie das Fass oder die Problemlage auch schon wieder woanders hin, nämlich zu den Schulen. Die Sporthallen unserer Schulen mussten in der Vergangenheit ja schon für viele politische Fehlentscheidungen herhalten und diese wieder irgendwie kaschieren. Das Problem lautet, dass unsere Sportvereine zu wenig eigene Hallen haben. Es ehrt Sie immerhin, dass Sie den betroffenen Schulen bei der Hallenzeitvergabe Vorrang einräumen wollen, doch das ursächliche Problem wird so nun nicht gelöst. Eine effiziente Verwaltung unserer Infrastruktur – ob Schulgebäude, Sportplätze oder eben Sporthallen – ist selbstverständlich erforderlich, doch dazu bedarf es keines Antrags hier im Parlament. Die Verwaltung ist das ureigenste Aufgabenfeld unserer Behörden. Was nun endlich eines parlamentarischen Beschlusses bedarf, ist die Finanzierung für Renovierung und Bau von neuen Schulen, Sportplätzen, Sporthallen. Und nur so werden tatsächlich die Bedürfnisse unserer Schüler und unserer Bürger langfristig und vor allem glaubwürdig befriedigt. Und wo das hinführt, wenn man diese Bedürfnisse nicht befriedigt und unsere Schulen immer weiter unterversorgt lässt – oder in diesem Fall eben die Sportplätze –, haben wir vorhin an unserem Verkehrssenator sehen können, der der Meinung ist, mit 200 Kilometern wieder instandgesetzter Straßen pro Jahr würde unser Straßensystem verbessert werden. Ein einfacher Dreisatz würde ihm verraten, dass man bei 4.000 Straßenkilometern in Hamburg dafür wahrscheinlich eher das Doppelte braucht. Der vorliegende Antrag ist somit zwar selbstverständlich, aber er kaschiert nur Symptome. Wir werden ihm daher zustimmen, aber nützen wird er wenig.

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