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Marc Schemmel

SPD 4:02 min Sitzungen 23/25

Ja, wie heißt es so schön bei Monty Python? And now for something completely different. Sehr geehrter Herr Präsident, werte Kolleginnen und Kollegen! Auch wenn 99 Prozent aller Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler es eindeutig belegt haben, soll es ja tatsächlich immer noch Menschen geben, die leugnen, dass unsere Erde sich durch den menschengemachten Klimawandel, dass sich die Erde erwärmt. Und abgesehen von den verheerenden Folgen, die das insbesondere für die Bevölkerung gerade in den südlichen Entwicklungsländern hat, sind die Auswirkungen auch in Deutschland und bei uns hier in Hamburg nicht mehr von der Hand zu weisen. So stehen beispielsweise unsere Wälder zunehmend unter Druck. Trockenheit, Stürme, Extremwetterereignisse und Baumkrankheiten hinterlassen hier sichtbare Spuren. Die Wichtigkeit intakter Wälder sollte uns dabei allen klar sein. Sie produzieren lebenswichtigen Sauerstoff, sie filtern Schadstoffe aus der Luft, sie speichern enorme Mengen an Treibhausgasen oder schützen vor Erosion. Und gerade in Zeiten des Klimawandels gewinnen sie immer stärker an Bedeutung für den Natur- und den Artenschutz ebenso wie für unser Stadtklima. Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir wissen um diese große Bedeutung, und deshalb bringen wir als Koalition jetzt noch weitere Schritte zum Schutz und zum Erhalt der Hamburger Wälder auf den Weg. Denn um unsere Wälder auch künftig zu schützen, sie zu pflegen und sie nachhaltig weiterzuentwickeln, da braucht es gut ausgestattete und funktionsfähige Revierförstereien. Unsere Hamburger Revierförstereien kümmern sich um den klimaangepassten Waldumbau, sie organisieren Wiederaufforstungen nach Sturm- und Trockenheitsschäden, sie sichern Wege und erhalten wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Und gleichzeitig leisten sie natürlich auch wichtige Umweltbildungsarbeit und vermitteln insbesondere Kindern und Jugendlichen die Bedeutung von Natur, von Artenvielfalt und von Klimaschutz. Ich selbst bin häufig im Niendorfer Gehege unterwegs, jeder hat so seinen Lieblingswald, lerne auch dort regelmäßig vom Team der Försterei dazu, bin immer wieder ganz beeindruckt, was hier und an den ganzen anderen Hamburger Forststandorten mit viel Herzblut geleistet wird. Und daher möchte ich an dieser Stelle auch mal einen Dank an all diejenigen aussprechen, die sich haupt- und auch ehrenamtlich so sehr für unsere Wälder in Hamburg engagieren. Klar ist: Ohne leistungsfähige Revierförstereien wären die Hamburger Wälder deutlich weniger widerstandsfähig gegenüber den Herausforderungen des Klimawandels. Diese Erkenntnis ist natürlich nicht neu, und daher sind von uns auch in den letzten Jahren schon zusätzliche Maßnahmen zur Stärkung unserer Wälder und Förstereien auf den Weg gebracht worden. Neben der Aufnahme der Wälder in das Erhaltensmanagement der Stadt ist da vor allem unser Sonderfonds Wald zu nennen, mit dem wir 1,2 Millionen Euro zusätzlich für Maßnahmen zum Waldumbau sowie für erste dringende Sanierungsvorhaben von Forstgebäuden in allen betroffenen Bezirken bereitstellen konnten. Ob im Klövensteen, im Niendorfer Gehege, im Duvenstedter Brook, in Bergedorf, in Hausbruch, in Eißendorf, in Volksdorf oder Wohldorf: Überall wurden darüber wichtige und dringliche Maßnahmen umgesetzt. Nun, liebe Kolleginnen und Kollegen, haben wir zudem seit Mitte letzten Jahres das über die Fachbehörde beauftragte Gutachten zu den Sanierungsbedarfen der Hamburger Revierförstereien vorliegen. Und im Ergebnis zeigt dieses Gutachten auf, dass es auch weiterhin große Handlungsbedarfe gibt, um unsere Revierförstereien noch besser auszustatten, um moderne und funktionale Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten vorzuhalten und natürlich auch, um denkmalgeschützte Liegenschaften in den Wäldern zu sanieren. Mit diesem Gutachten haben wir nun also endlich auch eine verlässliche fachliche Grundlage für die Planung und für die Umsetzung. Und jetzt gilt es, gemeinsam mit den Bezirken tragfähige Lösungen zu entwickeln, wie diese Sanierungen angegangen und auch finanziert werden können. Liebe Kolleginnen und Kollegen, unser Ziel ist es, weiter die Revierförstereien nachhaltig zu stärken und damit die Zukunftsfähigkeit der Hamburger Wälder langfristig zu sichern. Mit diesem Antrag gehen wir nun einen weiteren wichtigen Schritt in diese Richtung und bitten um Ihre Zustimmung. Vielen Dank!

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