Cem Berk
Begrüßend etwas an die CDU, weil es mir tatsächlich Sorge bereitet. Und viele andere haben es hier heute auch schon zum Ausdruck gebracht: Immer wenn man denkt, die CDU hat es endlich verstanden, kommt diese opportunistische Grundhaltung zum Vorschein, die es wirklich für zukünftige Zusammenarbeit wirklich schwierig macht. Aber da es andere ja schon angesprochen haben, habe ich mir gedacht: Okay, wie kann man dem Abhilfe schaffen? Ich lade Sie sehr herzlich ein: Kommen Sie mal bei mir vorbei, und ich nehme Sie mit zu einem der Bambini-Teams, weil da wird nämlich zuallererst eines gelehrt: Man gewinnt zusammen und man verliert zusammen! Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Damen und Herren! Das Referendum ist gescheitert, die Zukunft Hamburgs aber nicht. Viele der Fragen, die wir mit der Olympia-Bewerbung verbunden haben, bleiben richtig. Wie begeistern wir Kinder und Jugendliche für mehr Sport? Wie schaffen wir moderne Sportstätten? Wie stärken wir den Zusammenhalt in unserer Stadt? Und wie schaffen wir es, eine Zukunftsperspektive zu schaffen? Diese Aufgaben verschwinden nicht mit dem Abstimmungsergebnis. Uns ging es nie nur um zwei Wochen Spitzensport. Es ging immer um die Frage, in welcher Stadt unsere Kinder und Jugendlichen aufwachsen sollen und welche Perspektiven wir hinterlassen. Wir haben in den vergangenen Monaten daher oft von einer olympischen Generation gesprochen. Heute müssen wir feststellen: Die olympische Generation wird es so in Hamburg nicht geben. Aber die Zukunft Hamburgs gibt es bereits. Das sind die Kinder und Jugendlichen, die heute in unserer Stadt aufwachsen, unabhängig davon, wo ihre Eltern geboren wurden, welchen Stadtteil sie ihr Zuhause nennen und wie viel Geld ihre Familie hat. Sie brauchen gute Bildung, moderne Sportstätten, starke Freizeitangebote und echte Chancen. Sie sollen in einer Stadt aufwachsen, die ihnen Vertrauen schenkt, Talente fördert und ihnen die Möglichkeit eröffnet, das zu tun, was immer sie mögen. Die Zukunft Hamburgs entsteht jeden Tag auf Schulhöfen, in Jugendzentren, auf Spielplätzen und in den Sportvereinen unserer Stadt. Dort werden Talente entdeckt, dort entstehen Freundschaften, dort wächst Zusammenhalt. Und dort lernen junge Menschen, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Deshalb sollte die eigentliche Botschaft dieser Debatte sein: Die Bewerbung ist beendet, der Auftrag aber bleibt! Wir investieren weiter in Sport, wir investieren weiter in Bildung, wir investieren weiter in die Kinder und Jugendlichen unserer Stadt! Das Olympische Feuer wird also nicht nach Hamburg kommen. Doch eines bleibt, und da können Sie sich alle ganz sicher sein: Das Feuer für die Zukunft Hamburgs wird auch weiterhin bei uns brennen. Vielen Dank!
