Juliane Timmermann
Liebes Präsidium, liebe Kolleg:innen. Ich muss ein bisschen auf das, was gesagt worden ist, in die verschiedenen Richtungen eingehen. Und als Erstes möchte ich mich der CDU widmen. Herr Thering, Sie machen ja immer deutlich, was für ein Sportsmann Sie waren, wie erfolgreich Sie waren, auch als Torwart. Ganz ehrlich, meine Kollegin sagte, das war keine Bewerbungsrede. Ich muss sagen, wenn immer die Vordermannschaft schuld ist, dann möchte ich mit Ihnen nicht auf einem Platz stehen. Und das disqualifiziert Sie für vieles. Und ich kann nur sagen, das bringt uns enger zusammen. Und für mich gilt das Motto "You'll never walk alone". Insoweit, man gewinnt zusammen, man verliert zusammen. Ich glaube, Sie haben sich damit keinen Gefallen getan. Und... Liebe Linke, Demokratie kostet Geld. Und Sie sprechen jetzt immer: "Es wurden viele Millionen in die Elbe versenkt" "und ausgeschüttet für Dinge, die nicht wertvoll waren." Und ich sehe das völlig anders. Denn der Diskurs, der stattgefunden hat in der Stadt, der ist mehr als wertvoll. Demokratie kostet Geld, ja. Und die AfD sieht es ja auch ebenfalls als Verschwendung. Und da kann ich nur widersprechen. Denn es sind verschiedene Dinge, die bleiben. Wenn wir daran denken, dass 104 Stadtteile und 104 Projekte als ein Projekt einen Mehrwert in dieser Stadt geschaffen hat mit 1,1 Millionen, dann geht mein Dank auch an die Alexander Otto Sportstiftung und Alexander Otto. Denn dort sind Vereine und Verbände unterstützt worden. Und das ist ein Mehrwert, der aus dieser Diskussion ganz konkret bleibt. Und wenn wir uns die Schwimmgutscheine für die Erstklässler:innen ebenfalls angucken, dann ist es auch etwas, was bleibt und womit wir das Thema der Schwimmfähigkeit weiter nach vorne bringen. Und auch das ist ein Teil dieser Diskussion, die wir geführt haben. Und liebe Linke, Sie sprechen immer, und Frau Sudmann hat es gerade wieder gesagt, von respektvollem Umgang. Dann frage ich mich, wo ist der respektvolle Umgang, wenn ein Abgeordneter Hosemann bei der Befürworterveranstaltung auftaucht, dort Schals entnimmt und johlend, feixend durch die Stadt eilt. Dann kann ich nur sagen, wenn es um diese Stilfrage geht, dann fangen Sie bei sich selber erst mal an, als bei uns zu gucken. Und liebe Linke, auch das muss ich sagen, eine Ihrer Forderungen war ja auch gleich, und ich zitiere: "Hamburg muss jetzt in Sporthallen, Schwimmbäder investieren," "das geht auch ohne Olympia." Der Bürgermeister hat es gerade gesagt. Ich bin gespannt auf Ihre Anträge und die Gegenfinanzierung. Der Zuschuss des IOC, die Einnahmen durch Ticketing werden alle nicht zur Verfügung stehen. Ich werde mich da freuen und ich kann nur sagen, und ich spreche ja immer hier für die Sportpolitik: Gucken Sie in den Sportbericht 2025. Wir haben im Gegensatz zu 2021 mehr als 50 Felder mehr. Wir haben fast 100 Nutzungsstunden mehr als vor vier Jahren. Wir haben 76 Maßnahmen für vereinseigene Anlagen. Es sind 89 Millionen in die Sportinfrastruktur 2025 investiert worden. Wir machen die Sportpolitik. Und von Ihnen haben wir in dieser Richtung noch nichts gesehen. Insoweit freue ich mich, was von Ihnen da kommt. Wir werden als verlässlicher Partner des Sports weiter Ansprechpartner für diesen Sport sein. Und insoweit, es ist mehr als bedauerlich, dass wir diese Chance, und wir sprachen immer von Chance und Booster, nicht für die Entwicklung der Stadt weiter haben. Aber der erfolgreiche Weg der Hamburger Sportpolitik und der Hamburger Politik geht weiter. Vielen Dank.
