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Robert Risch

fraktionslos 3:26 min Sitzungen 23/24

Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Damen und Herren. Der grün-rote Antrag fordert die weitere Öffnung eines Bundesgesetzes, was eine weitere Schlechterstellung der Hamburger Bürger bedeuten wird. Es sollen weitergehende Anforderungen ermöglicht werden, damit die Bürger Hamburgs es weiter schwerer haben als die Bürger Bayerns. Dabei aber haben die Hamburger es schon schwer genug. Die günstige Fernwärme landet zurzeit in den innerstädtischen Gebieten wie beispielsweise Eimsbüttel und Altona. Aber Stadtteile wie Billstedt, Lurup sowie Harburg werden abgehängt. Die Gebiete sollen sich offenbar mit Wärmepumpen versorgen. Mit dieser Politik spalten Sie einmal mehr die Stadt und lassen die Menschen allein. Zudem wollen Sie bestehende und funktionierende Heizungsanlagen entwerten und den Betrieb verbieten – alte Kessel. Aber im Antrag geben Sie sich auch gönnerhaft, denn es gibt Förderungen bis zu 70 Prozent der Gesamtkosten. Hierzu eine kleine Geschichte zur Erläuterung, wie so etwas funktioniert. Kürzlich kam der Nachbar Herr Weltenretter an einem Samstag zu mir. Ich kenne ihn gar nicht und hatte ihn auch nicht eingeladen. Die Tür stand offen und er ging an mir vorbei ins Haus. Er nahm sich das Einkaufsportemonnaie und nahm sich von den darin befindlichen 100 Euro 50 Euro heraus. Dann ging er wieder wortlos, ohne sich zu erklären. Ich war sprachlos und begann, die Einkaufsliste für den Wochenendeinkauf zusammenzustreichen, denn ich hatte ja nur noch die Hälfte meines Geldes zur Verfügung. Am Nachmittag tauchte Herr Weltenretter wieder auf. Eingeladen war er auch diesmal nicht. Er stellte mir einen Zitronenkuchen auf den Tisch, grinste mich an und wartete, dass ich mich artig für sein Geschenk bedanke. Ich zeigte mich undankbar und fragte, warum ich keinen Erdbeerkuchen bekomme. Der schmecke mir besser. Dies sei so nicht vorgesehen. Es gibt Zitronenkuchen für alle. Da könnte man auf individuelle Bedürfnisse keine Rücksicht nehmen. Ich fragte ihn, was der Kuchen denn gekostet hat. 5 Euro, meinte Herr Weltenretter. Ich schaute ihn scharf an und fragte, was mit den anderen 45 Euro passiert sei. Er zuckte mit den Schultern. Da sah ich eine sehr große Packung mit Sushi bei ihm. "Bekomme ich wenigstens von dem Sushi etwas ab?", fragte ich scharf und zunehmend ungeduldig. "Nein, das ist nur für uns Weltenretter", bekam ich zur Antwort. Er drehte sich weg... - Gestatten Sie eine Zwischenfrage oder Zwischenbemerkung? - Nein. - Und bitte sprechen Sie zur Sache. - Ja, das ist zur Sache. Er drehte sich weg und ging. So geht eben unser Staat viel zu oft vor. Die Mittel werden im privaten Sektor entzogen und dann nach Gutdünken verteilt. Dabei bräuchten wir mehr Selbstverantwortung, einfach und effektiv. <i>Und was ist mit den Erdbeeren?</i>

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