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Thomas Reich

AfD 4:00 min Sitzungen 23/24

So, sehr geehrtes Präsidium, sehr geehrte Damen und Herren, freiwilliges Engagement ist das Rückgrat unserer Stadt. Es ist nicht nur hilfreich, es ist unverzichtbar. Es hält Hamburg zusammen in den Nachbarschaften, in den Vereinen, Sport, beim Rettungsdienst und in politischer Teilhabe. Über 569.000 – das wurde ja auch eben schon gesagt – Hamburger ab 14 haben sich 2019 freiwillig engagiert. Das waren 35,6 Prozent. Das ist ein gewaltiger Beitrag für unsere Gesellschaft. Jetzt liegt der neue Deutsche Freiwilligensurvey 2024 vor. Bundesweit engagieren sich noch 36,7 Prozent der Menschen über 14. Das war zwar weiterhin ein hohes Niveau, aber gegenüber 2019 mit 39,7 Prozent ein leichter Rückgang. Genau deshalb dürfen wir nicht warten, jetzt eine aktuelle hamburgische Auswertung durchzuführen. Wir dürfen den Trend nicht verpassen. Wir müssen frühzeitig erkennen, wo wir stehen, welche Gruppen sich engagieren und wo die Hürden bestehen. Wie hat sich das freiwillige Engagement in Hamburg seit 2019 entwickelt? Ist die Quote stabil geblieben? Ist sie gestiegen oder... – Gesundheit! – ...oder hat sie wie bundesweit leicht nachgelassen? Wir brauchen aktuelle Zahlen, keine Schätzung. Welche Unterschiede zeigen sich nach Alter, Geschlecht, sozialer Lage, Bildungsstand, Migrationsgeschichte oder Behinderung? Engagieren sich ältere Menschen stärker als früher? Wie steht es um junge Menschen nach der Pandemie? Diese Rollen spielen bei... Auch die Rolle des Bildungsstands spielt eine wichtige Rolle. Nur mit diesen differenzierten Daten können wir jetzt gezielte Förderung entwickeln. In welchen Feldern engagieren sich Hamburger heute? Sport, Bewegung, Kultur und Freizeit, soziale Dienste, Umwelt- und Naturschutz, Rettungsdienst, Politik und Interessenvertretung oder digitale Formen des Engagements. Die Antworten zeigen uns, wo Nachwuchs gesucht wird und wo wir vielleicht neue Angebote brauchen, welche Motive, Zugangswege und Hürden bestehen. Warum engagieren sich Menschen? Aus Spaß, aus Verantwortung, soziale Kontakte oder weil sie sich etwas bewegen wollen? Und warum tun es andere nicht? Zeitmangel, fehlende Informationen, bürokratische Hürden oder fehlende Angebote in der Nachbarschaft? Diese Erkenntnisse sind Gold wert für unsere Engagementstrategie. Wie hoch ist die Bereitschaft für das zukünftige Ehrenamt? Wer würde sich nicht gerne engagieren, wenn die Rahmenbedingungen stimmen? Das ist das Entscheidende für die Gewinnung neuer Freiwilligen. Und bis zum 31. Dezember 2026 soll der Senat der Bürgerschaft einen ausführlichen Bericht vorlegen. Das ist ein realistischer und notwendiger Zeitrahmen. Die hamburgische Auswertung für das Jahr 2019 hat bereits wertvolle Ergebnisse geliefert und ist weiter für die Weiterentwicklung des Engagements eingeflossen. Diesen wichtigen Weg müssen wir fortsetzen. Meine Damen und Herren, freiwilliges Engagement ist keine Selbstverständlichkeit. Es braucht Wertschätzung, gute Rahmenbedingungen und gezielte Unterstützung. Mit einer aktuellen Hamburg-Auswertung schaffen wir die Grundlage. Wir erkennen Stärken und Schwächen und können Erfolge feiern und dort gegensteuern, wo es notwendig ist. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass Hamburg auch in Zukunft eine Stadt bleibt, in der Menschen sich gerne selbstverständlich engagieren für sich, für andere und für unsere gemeinsame Zukunft. Und ich möchte mich ganz herzlich bei allen Ehrenamtlichen ganz herzlich bedanken. Und wir stimmen natürlich zu. Vielen Dank.

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