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Sina Imhof

GRÜNE 2:12 min Sitzungen 23/24

Sehr geehrter Herr Präsident, verehrte Kolleginnen und Kollegen! Für mich beginnt diese Debatte nicht zuerst mit der Frage, was alles schiefgehen könnte. Für mich beginnt sie mit der Frage: Trauen wir uns zu, Hamburg besser zu machen? Die Linke... Die Linke nennt diese Debatte "Starke Behauptungen, schwache Beweise". Ich sage: Starke Zweifel verdienen starke Antworten. Wer nach Kosten fragt, hat recht. Wer nach Transparenz verlangt, hat recht. Aber wer nur Risiken zählt, übersieht die Aufgabe: aus Sorge Verantwortung zu machen und aus Verantwortung einen Plan, der den Alltag, der unser gesamtes gemeinsames Zuhause verbessert. Das ist die Antwort, die wir schuldig sind und die Sie schuldig bleiben. Die wir schuldig sind. Hamburg muss den Hauptbahnhof entlasten, den ÖPNV ausbauen, Sporthallen sanieren, Schwimmbäder stärken, Barrieren abbauen, klimaneutral werden. Nicht für das IOC, nicht für ein paar Wochen im Sommer, sondern für die Menschen, die jeden Tag durch diese Stadt gehen, rollen, fahren, leben. Für Kinder, die schwimmen lernen, für Vereine, die Zusammenhalt Tag für Tag organisieren und mittragen. Olympia und Paralympics sind nicht das Ziel. Sie können ein Hebel sein für Verbindlichkeit, für Tempo, für Bundesunterstützung, für eine Stadt, die nicht verdrängt, sondern teilhaben lässt. Ja, wir werden rechnen. Ja, wir werden kontrollieren. Ja, wir werden lernen aus den Fehlern anderer. Aber Hamburg sollte Zukunft nicht nur verwalten. Hamburg sollte sie gestalten. Barrierearm, gerecht, grün, lebendig. Und darum bitte ich um Zuversicht für ein Hamburg, das sich nicht mit dem Bestehenden zufrieden gibt, für ein Hamburg, das Zukunft möglich macht.

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