Robert Risch
Sehr geehrte Präsidentin, sehr geehrte Damen und Herren! Brot und Spiele sind wichtig, damit die Bevölkerung zufrieden ist. Brot und Spiele. Da es mit Brot und Wohlstand nicht mehr so gut klappt, beschäftigt sich die Stadt mit dem Thema Olympische Spiele. Ich kümmere mich lieber reale Probleme und besuchte Anfang Mai eine Konferenz zum Thema Energieresilienz. - <i>In Russland!</i> - In Berlin. Nicht in Russland. Energie ist der Anfang jeder Produktion. Insbesondere die Grundstoffindustrie wird in der Öffentlichkeit oft vergessen. Ich habe meinen Wahlkampfflyer von 2020 wiederentdeckt, und hieraus lese ich jetzt vor, weil er immer noch aktuell ist. Hamburg hat über 13.000 Arbeitsplätze in der energieintensiven Industrie. Diese dürfen nicht der Klimahysterie geopfert werden. Die Menschen wollen ihre Arbeitsplätze behalten. Die Klimahysterie wird uns sehr viel Geld kosten. Der damalige CDU-Wirtschaftsminister Peter Altmaier: "Das alles kann dazu führen, dass sich die Kosten der Energiewende" "und der Umbau unserer Energieversorgung bis Ende der Dreißigerjahre dieses Jahrhunderts" "auf rund 1.000 Milliarden Euro summieren könnten." Zitat Ende von Herrn Altmaier. Eine hundertprozentige CO2-Reduktion verursacht laut Studien Kosten von 7.500 Milliarden Euro. Die GRÜNEN fordern in 2020 eben diese hundertprozentige Reduktion bis 2050. Heute will man dieses bereits für 2040 in Hamburg erzwingen. Zum Vergleich zu den Kosten von 7.500 Milliarden Euro der Energiewende: Das gesamte Geldvermögen in Deutschland beläuft sich auf 6.300 Milliarden Euro, also weniger. Und das Immobilienvermögen auf 4.500 Milliarden Euro. Es geht also um sehr viel Wohlstand und eben auch um mehr als 13.000 Arbeitsplätze in Hamburg. Hohe Strompreise gefährden Arbeitsplätze. So schrieb Dr. Werner Marnette bereits 2005: "Wenn die Wettbewerbsaufsicht der EU und das Bundeskartellamt" "der Strompreistreiberei nicht umgehend ein Ende machen," "sind in Deutschland etwa 660.000 Arbeitsplätze" "in der Grundstoffindustrie in ihrer Existenz gefährdet." Zitat Ende Marnette. - Dies war ein Teil meines Fly... - Herr Risch, gestatten Sie eine Zwischenfrage - Nein, danke. Nein. - des Kollegen Čolić, okay. Dies war ein Teil meines Flyers von 2020 – leider heute noch aktuell. Übrigens, an jedem Industriearbeitsplatz hängen drei bis vier weitere Sekundär- und tertiäre Arbeitsplätze. Stichwort Grundstoffindustrie. Der CO2-Zertifikathandel treibt die Düngemittelkosten nach oben. Laut der KI Grok – ich habe es nicht überprüft, aber ich glaube es – werden dadurch die Düngerpreise in den nächsten vier Jahren um 50 Prozent steigen. Dies hat drastische Auswirkungen auf unsere Lebensmittelpreise. Meine Redezeit reicht da nicht, um all den Wahnsinn hier in dieser Republik zu beschreiben, und bedanke mich. Danke.
