Dr. Isabella Vértes-Schütter
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Auch in diesem Jahr finden im gesamten Bundesgebiet Veranstaltungen rund um den internationalen ME/CFS-Tag statt, in dessen Rahmen Betroffene auf ihre Situation aufmerksam machen und zurecht eine bessere Versorgung anmahnen – so auch in Hamburg. Die CDU hat das hier nochmals in einem Antrag adressiert. In der Sache haben wir diese Fragen im Gesundheitsausschuss mit Expert:innenanhörung befasst und sind da ja noch im Prozess. Menschen, die am Krankheitsbild PAIS leiden, sind vielfach verzweifelt, und es ist für sie schwer auszuhalten, dass es derzeit keine kausalen spezifischen Therapien gibt. Da ist es gut, dass der Bund in Summe 680 Millionen Euro für die Forschung zu postinfektiösen Erkrankungen zur Verfügung stellt. Keine Frage, es gab und gibt auch in Hamburg Probleme in der Versorgung. Die wichtigste Leerstelle ist eine fehlende Hochschulambulanz. Für den Fortschritt ist die Verknüpfung von Versorgung und Forschung von besonderer Bedeutung. Das am UKE entwickelte Stufenmodell ist in diesem Zusammenhang ein vielversprechender Weg. Interdisziplinär und sektorenübergreifend verzahnt es die hausärztliche Versorgung eng mit universitätsmedizinischer Diagnostik, Koordination und Forschung. Es gilt, diesen Prozess weiter nach Kräften zu unterstützen. Das Thema ist uns wirklich wichtig, und wir sollten es gemeinsam vorantreiben. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
