Krzysztof Walczak
Ja, Herr Präsident, meine Damen und Herren! Uns vorzuwerfen, dass wir diesen Ausschuss aus Ideologie abschaffen wollten, ist ja schon eine interessante These, wenn das, was in diesem Ausschuss behandelt wird, reine linke Ideologie ist, meine Damen und Herren. Ja? Der Kollege Seiler hat es erwähnt. Man befasst sich mit schätzungsweise 50 queeren, sogenannten queeren Familien, bei 1,9 Millionen Einwohnern. Was das ist, ist nirgendwo definiert. Man befasst sich mit gebärenden Männern, verbreitet also antiwissenschaftlichen Unfug. Man befasst sich damit, Mütter und Väter zugunsten von Elternteil 1 und 2 abzuschaffen. Zu allem Überfluss befasst man sich dann auch noch mit Ihrer gesellschaftlichen Großoffensive zur Enttabuisierung von Menstruation und natürlich auch Haushaltsesoterik. Die bizarren, gleichstellungswirksamen Haushaltskennzahlen werden auch ja regelmäßig nicht nur in diesem, aber auch in allen Ausschüssen erörtert, damit Sie die Steuergelder, die die Bürger hart erarbeitet haben, besser umverteilen können. Meine Damen und Herren, das ist kein Akt der Ideologie, wenn wir die Abschaffung dieses Ausschusses fordern. Es ist ein Akt des Mitleids gegenüber einer Selbsthilfegruppe, die hier nur Dinge bespricht, die Zeit verplempern, die Kosten verursachen und die mit der Lebensrealität der allermeisten Menschen in unserer Stadt und der Bürger überhaupt nichts zu tun haben! Meine Damen und Herren, wenn Sie diesen Ausschuss nicht abschaffen, dann habe ich eine andere Anregung an Sie: Ich hätte dann gerne bitte einen Livestream aus jeder dieser Ausschusssitzungen, damit die Öffentlichkeit sich zukünftig das Eintrittsticket für das Kabarett sparen kann und stattdessen die Sitzungen des Gleichstellungsausschusses verfolgen kann!
