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Dr. Gudrun Schittek

GRÜNE 1:54 min Sitzungen 23/23

Herr Präsident, liebe Kolleg:innen! Bevor ich zum Thema Gebühren komme, möchte ich einmal voranstellen: Das neue Hebammenstudium in Hamburg ist ein Erfolg! Seit dem Wintersemester 2020/2021 werden in Hamburg Hebammen gemeinsam von der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg und der medizinischen Fakultät im UKE akademisch ausgebildet. Pro Jahr stehen 60 Studienplätze zur Verfügung. Die praktische Ausbildung erfolgt an 14 kooperierenden Praxiseinrichtungen. Inzwischen hat der dritte Jahrgang das Hebammenstudium abgeschlossen. Und dazu möchten wir allen, die an diesem Erfolg teilhaben, gratulieren und unseren Dank aussprechen! Das Studium ist anspruchsvoll und verlangt den angehenden Hebammen sehr viel ab. Der Anstieg der Gebühren für die Berufsurkunde ist in der Tat erklärungsbedürftig, und die bisherige Praxis ist vom Rechnungshof beanstandet worden, weil die Gebühren nicht kostendeckend sind. Neben den Kosten ist aber auch die Bearbeitungsdauer der Urkunden für die Absolvent:innen sehr relevant. Denn bevor die Berufsurkunde nicht ausgestellt ist, darf eine Hebamme nicht arbeiten. Hier vergehen oft mehrere Wochen, die die Hebammen überbrücken müssen. Diese Lücke fällt nach dem Studium natürlich finanziell auch ins Gewicht. Und dafür werden wir weiter im Austausch mit den Behörden bleiben, um nach Möglichkeiten zu suchen, wie der Prozess der Urkundenerstellung beschleunigt und auch kostengünstiger gestaltet werden kann. Klar ist aber auch, dass die Gebühren nach dem Kostenprinzip zu berechnen sind. Und eine Abstufung der Hebammen in die Kategorie nicht-akademischer Gesundheitsberufe hilft nicht weiter. Daher lehnen wir den Vorschlag der Linken und der CDU ab. Das ist hier kein Ausblick, wir werden uns weiter aber für die Belange der Hebammen insbesondere rund um den Berufseinstieg einsetzen. Vielen Dank!

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