Ali Kazanci
Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Damen und Herren. Das Thema Groß-Sand bewegt die Menschen in Wilhelmsburg seit vielen Jahren. Und ja, es ist ein emotionales Thema, denn es geht um die medizinische Versorgung eines ganzen Stadtteils. Ich kann jede und jeden Wilhelmsburger verstehen, der mit der aktuellen Situation unzufrieden ist. Mir geht es genauso. Trotzdem arbeiten wir kontinuierlich daran, eine Lösung zu finden. In diesem Zusammenhang möchte ich mich ausdrücklich beim Senat für seinen Einsatz bedanken. Der Senat... Der Senat führt Gespräche mit der Kassenärztlichen Vereinigung, um möglichst schnell eine ambulante chirurgische Notversorgung mit erweiterten Öffnungszeiten in Wilhelmsburg zu ermöglichen. Das ist ein wichtiger Schritt für die Menschen in Wilhelmsburg. Gleichzeitig müssen wir ehrlich sagen: In dieser Frage sind wir nicht allein entscheidungsbefugt. Wir sind auch abhängig von anderen Akteuren wie vom Bistum oder der Kassenärztlichen Vereinigung. Ich hoffe sehr, dass die KV hier zügig die notwendigen Entscheidungen trifft. Wir haben in den vergangenen Jahren immer wieder versucht, Wege zu finden, um den Standort Groß-Sand zu erhalten. Als das Bistum das Krankenhaus verkaufen wollte, hat die Behörde eine Lenkungsgruppe eingerichtet, um den Prozess mit allen wichtigen Akteuren zu begleiten. Trotz dieser Unterstützung ist es dem Bistum leider nicht gelungen, einen Käufer zu finden. Auch jetzt, wo die Stadt selbst das Gelände erwerben möchte, verlaufen die Verhandlungen sehr schleppend. Das ist aus unserer Sicht nicht zufriedenstellend. Deshalb ist es richtig und notwendig, dass wir vorbereitet sind. Wenn ein Kauf nicht zustande kommt, darf keine weitere Zeit verloren gehen. Daher wollen wir, dass der Senat auch andere mögliche Standorte für eine Stadtteilklinik in Wilhelmsburg prüft. Daher bitte ich alle Fraktionen, diesem Antrag zuzustimmen. Vielen Dank.
