Robert Risch
Sehr geehrter Präsident, sehr geehrte Damen und Herren. Schön, dass ich heute wieder hier sprechen darf. Der CDU-Antrag benennt das grundlegende Problem ja schon in seinem ersten Absatz, nämlich, dass ein erheblicher Teil der Stadt, insbesondere die weniger dicht bebauten Wohnquartiere und Stadtrandlagen, dauerhaft keinen Zugang zur zentralen Fernwärme erhalten werden. Und das sind eben Quartiere wie zum Beispiel Osdorfer Born im Hamburger Westen. Viele der Schwierigkeiten, vor denen wir heute stehen, sind aber eben doch das Ergebnis politischer Fehlentscheidungen aus der Vergangenheit. Erinnern wir uns doch daran, wer die Fernwärmenutzung des Kraftwerks Moorburg verhindert hat. Das waren BUND und die GRÜNEN. Und es war letztendlich die städtische Wärme Hamburg GmbH unter dem rot-grünen Senat, die kurz vor Weihnachten 2019 den Bauantrag für die Wärmetransportleitung Moorburg-Altona zurückzog. Das Kohlekraftwerk Moorburg wurde 2008 unter einem schwarz-grünen Senat final genehmigt. Stichwort damals: "Kohle von Beust". Der vorherige Senat von Beust unter CDU-Alleinregierung animierte damals Vattenfall zwecks Fernwärmenutzung eine doppelt so große Anlage zu planen. Dieses modernste Steinkohlekraftwerk Europas kostete rund 3 Milliarden Euro und war aber nur sechs Jahre in Betrieb. Geplant waren eigentlich 40 bis 50 Jahre. Nach nur sechs Jahren erfolgte eine Demontage und eine Sprengung. Dabei wäre ein solches Kraftwerk, mit Steinkohle betrieben, für die Versorgungssicherheit aber eigentlich absolut notwendig. 60 Prozent der Weltexporte von Steinkohle kommen aus Indonesien und Australien. Beides sind stabile Länder, die uns versorgen könnten. Mit 30 Prozent stammte die meiste Steinkohle früher jedoch aus Russland. Wegen der dummen EU-Politik darf man dort aber nicht mehr einkaufen. In Wedel hingegen läuft ein altes Kohlekraftwerk aus den 1960er-Jahren weiter. Das ist absurd! Die Zerstörung von Industrieanlagen wie Moorburg wäre in der Vergangenheit nur als Demontage nach einem verlorenen Krieg denkbar. In Deutschland hingegen organisiert die eigene Regierung diese Zerstörung selbst. Was für eine riesige Wertvernichtung für unsere Volkswirtschaft – für nichts! Geopfert auf dem Altar der Klimareligion. Falls man Deutschland wieder auf Wohlstand, auf Industrieproduktion trimmen wollte, dann könnte man in Moorburg mit einem kleinen modularen Dual-Fluid-Reaktor Wasserstoff, Strom und Wärme erzeugen. Diese hoch innovativen Reaktoren der fünften Generation sind ideal zur Erzeugung von hohen Temperaturen. Erfunden wurde diese Technik von Forschern aus Deutschland, also sozusagen eine heimische Energiequelle, auch wenn der Brennstoff extern zugeführt werden muss. Wenn solch eine Lösung mit Fernwärme nicht mehr machbar ist, dann ist die von der CDU angedachte Nahwärmeversorgung eine gute Idee. Da braucht nicht jede Wohneinheit eine eigene Wärmepumpe, denn eine Wärmepumpe ist als eine Lärmquelle eine Umweltschädigung. Auf jeden Fall ist der CDU-Vorschlag... Ja, ich hab... Mein Vater hat darunter gelitten. Auf jeden Fall ist der CDU-Vorschlag besser, als was sich Rot-Grün ausgedacht hat. Die Energiekollektive sollen durch eine staatseigene Bank subventioniert werden. Typische linke Politik. Danke.
