Antje Müller-Möller
Sehr geehrte Frau Präsidentin, liebe Damen, liebe Herren. 84 Prozent des potenziellen weltweiten Publikums, das sind rund zwei Milliarden Menschen, folgten den Olympischen Spielen in Paris. Egal, was hier an der einen oder anderen Stelle gesagt wird: Die Menschen der Welt lieben diese Spiele. Und es sollte uns eine Ehre und eine Freude sein, die Spiele in unserer schönen Stadt auszurichten. Insbesondere weil Nachnutzung garantiert ist, weil die Durchführung kostenneutral realisiert werden kann und weil sich die Spiele der Stadt anpassen und nicht umgekehrt. Was bringen die Spiele der Stadt? Sport in das Zentrum des Bewusstseins zu rücken, Sport mit seinen Werten – Zusammenhalt, Disziplin, Leistungsbereitschaft, aber auch Fairness –, das tut unserer Stadt, das tut unseren Kindern gut. Und wer auf vollständige Gewissheit wartet, der wird nie gestalten. Der wird in Angst verharren, und es wird nichts passieren. Und wenn wir die Bundesdebatte hören darüber, was sich alles ändern soll in diesem Land und wie Reformstau beklagt wird, dann können wir doch hier mal ein Zeichen des Aufbruchs, der Veränderung und des Mutes setzen. Und das sollten wir unbedingt tun. Und nun erlauben Sie mir noch eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. Schauen wir auf die, die sich auskennen. Die Allianz hat gerade ihren Vertrag mit dem IOC auf 2032 verlängert. Warum? Nicht aus Romantik, sondern weil Olympia Sichtbarkeit, Bekanntheit und Imagegewinn bringt. Und genau das ist das, was Hamburg sehr gut gebrauchen kann und wo Hamburg eine Zeit lang zum Schaufenster der Welt wird. Diese Chance sollten wir uns nicht entgehen lassen. Deshalb sage ich: Olympia und Paralympische Spiele in Hamburg wären nicht nur ein Fest des Sports, sie wären ein Gewinn für unsere Stadt. Und wer das Sommermärchen noch ein bisschen im Herzen hat wie ich, der denkt zurück an den Stolz... Doch natürlich, das Sommermärchen schon wieder. Denken Sie daran, in was für einer Stimmung wir damals waren und was das Sommermärchen mit uns, mit unserer Gesellschaft gemacht hat. Und das können wir in Hamburg sehr gut gebrauchen. Und deshalb sage ich ja zu Olympia und bitte die Hamburgerinnen und Hamburger um ein Ja am 31. Mai. Vielen Dank.
