Rosa Domm
Nein, ein Glück kann ich mich kurz halten. Sehr geehrte Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen! Heute sind ja schon viele Aspekte der Olympischen Spiele beleuchtet worden. Ein Thema, was mir persönlich sehr am Herzen liegt, ist die Frage: Wie kommen die Hamburgerinnen und Hamburger schnell, sicher, komfortabel durch die Stadt? Und das nicht nur in den Tagen von den Olympischen Spielen, sondern auch davor und danach. Und da ist doch die spannende Frage: Welchen Beitrag können Olympische Spiele für dieses Ziel leisten? Denn die Olympischen Spiele in Hamburg können aus meiner Sicht ein echter Beschleuniger dafür sein, viele große Projekte in dieser Stadt auf den Weg zu bringen. Wir alle wissen... Und auch Sie sind sicher heute da durchgefahren, durch den Hamburger Hauptbahnhof, um hier zum Rathaus zu kommen: Schon jetzt platzt der Hamburger Hauptbahnhof aus allen Nähten. Er ist einer der meistfrequentierten Bahnhöfe in ganz Europa mit 550.000 Reisenden jeden Tag. Bis 2040 wollen wir auch, dass noch mehr Hamburgerinnen und Hamburger den Nahverkehr nutzen. Zusätzlich zum bestehenden Netz wird die S4 fahren und auch im 100-Sekunden-Takt die U5 durch den Hamburger Hauptbahnhof. Das bedeutet, noch mehr Fahrgäste sind unterwegs. Und der Hamburger Hauptbahnhof liegt nicht direkt in unserer Zuständigkeit, sondern auch in der des Bundes. Und deswegen ist das auch eine große Frage: Wie kann der Bund einen Beitrag dazu leisten, unseren Hamburger Hauptbahnhof auf neue Beine zu stellen mit Geldern, die im Zuge der Olympischen Spiele nach Hamburg fließen? Neben der Mobilität im Alltag ist aber natürlich auch interessant, wie die Menschen während der Olympischen und Paralympischen Spiele von A nach B kommen, die Sportler:innen, die Besucher:innen. Und hier legt das olympische Mobilitätskonzept einen ganz klaren Fokus, mit dem Hamburg international auch Standards setzen kann, nämlich mit 100 Prozent CO2-freier Mobilität vor Ort. Nicht zuletzt mit dem Zukunftsentscheid haben die Hamburger:innen auch klar gesagt, was sie wollen. Sie wollen klimaneutrale Mobilität. Sie wollen eine klimaneutrale Stadt in Hamburg bis 2040. Und das bedeutet in der logischen Schlussfolgerung natürlich auch CO2-neutrale Spiele hier vor Ort in Hamburg. Keine Verbrenner, keine Parkplätze, keine Olympic Lanes, stattdessen kann Hamburg zeigen, wie es anders geht. 85 Prozent der geplanten Wettkampfstätten liegen in einem Radius von nur sieben Kilometern. Das bedeutet, die Kugelstoßerin kann entspannt vom olympischen Dorf zu ihrer Wettkampfhalle spazieren. Der Schwimmer radelt morgens zur Schwimmhalle. Olympia kann Hamburgs Umweltverbund eine Bühne bieten, und jetzt liegt es an uns, an den Hamburger:innen, ihm diese Bühne auch zu geben. Dafür sollen unter anderem 120 Kilometer neue Radrouten gebaut werden, eine Premium Bike Lane entstehen, die die wichtigen olympischen Orte verbinden. Mir bleiben nur noch 20 Sekunden Zeit, aber auch das gehört dazu: ein neues Stadtradsystem, neue Mobilitätshubs und auch ein grünes Band, das die olympischen Stätten miteinander verbindet, das entsiegelt, das viele wichtige Projekte in dieser Stadt miteinander verbindet und da auch einen Weg nach vorne leisten kann mit Entsiegelung, mit grüner, frischer Luft, mit Verschattung und auch mit Vorsorge gegen Starkregen. Von daher: Hier sind viele, viele wichtige Dinge drin für unsere Stadt, und ich kann nur sagen: Moin Hamburg, Ja zu Olympia?
