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Marc Schemmel

SPD 3:23 min Sitzungen 23/21

Ja, sehr geehrte Frau Präsidentin, werte Kolleginnen und Kollegen, ich würde dann in dieser Debatte den Blick auch gerne noch mal auf das Sportthema werfen. Und ich bin ehrlich gesagt immer wieder erstaunt, auch nach den bisherigen Reden, wie wenig Linke und AfD im Zusammenhang mit der Bewerbung zu den Sportthemen zu sagen haben. Aber das zeigt vielleicht auch den Stellenwert, den das Thema bei Ihnen grundsätzlich einnimmt. Was sagen Sie denn beispielsweise der großen Anzahl von Sportverbänden und Vereinen in Hamburg, wie beispielsweise dem ETV als größtem Breitensportverein, die sich in ihren Gremien ganz intensiv mit der Bewerbung und dem Konzept auseinandergesetzt haben und die sich alle hinter die Bewerbung stellen? Das machen die ja nicht, weil sie es müssen oder ihnen etwa der Senat das vorgegeben hat, sondern weil sie sehen, was diese Bewerbung für eine Dynamik auslöst für das Sporttreiben in der Stadt und welche großen Chancen sich damit auch für den Hamburger Breitensport und die Vereine ergeben. Gestatten Sie eine Zwischenfrage? - Frau Sudmann ist ja gleich dran und kann das dann da ausführen. - Alles klar. Insbesondere natürlich über das Wettkampf- und Trainingsstättenkonzept, wo die geplanten Investitionen eben nicht nur dem Spitzensport zugutekommen, sondern dadurch werden weitere moderne, gut ausgestattete und barrierefreie Sportanlagen für Vereine, für Schulen, für Initiativen langfristig zur Verfügung stehen und noch mehr Menschen vor Ort den Zugang zum Sport finden. Wir sprechen also hier nicht, wie Sie immer quasi meinen zu behaupten, über ein singuläres sportliches Großereignis, sondern wir sprechen auch über die Zukunft des Sports in unserer Stadt, vom Spitzensport bis in die Breite der Gesellschaft. Und dazu fällt Ihnen von den Linken und der AfD gar nichts ein – was für ein fatales Signal, das Sie hier an die Hamburger Sportlandschaft senden. Oder reden wir auch mal – gab es bisher, glaube ich, auch kein einziges Wort zu – über die Athletinnen und Athleten. Das Hamburger Konzept mit kompakten Spielen, kurzen Wegen, dem olympischen Dorf in der Science City, dem Gastgeberprogramm für Sportlerinnen und Sportler, wird durchweg von den Athletinnen und Athleten gelobt und positiv aufgenommen. Oder reden wir von der jungen Generation. Olympische Spiele motivieren junge Menschen, selbst aktiv zu werden, sich Ziele zu setzen und über sich hinauszuwachsen. Oder reden wir über die Paralympischen Spiele, denn mit der Bewerbung Hamburgs geht es auch um noch bessere Teilhabe. Es geht um mehr Sichtbarkeit und Respekt für Menschen mit Behinderung im Sport und darüber hinaus. Und auch dazu höre ich von links und rechts eigentlich gar nichts. Und am Ende... Ich hab eben sehr aufmerksam zugehört bei der Rede, da kam gar nichts. Und am Ende geht es ja nicht nur um ein paar Wochen im Sommer 2040 oder 2044, sondern es geht auch um unsere Haltung und wie wir auf die Zukunft blicken: Welche Chancen wollen wir jungen Menschen geben? Welchen Stellenwert hat der Sport in unserer Gesellschaft? Und können nicht gerade wir als weltoffene Stadt ein solches Projekt positiv und verantwortungsvoll gestalten? Und nach allem, was nun unter großer Beteiligung umfassend und transparent vorgelegt wurde, können wir doch festhalten, diese Bewerbung ist eine riesengroße Chance für Hamburg, und die sollten wir nutzen. Wir sagen: Moin Hamburg! Und ja zu Olympia! Vielen Dank.

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