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Juliane Timmermann

SPD 5:45 min Sitzungen 23/21

Liebes Präsidium, liebe Hamburgerinnen und Hamburger! Stellen Sie sich einen Moment lang vor, wie unsere Stadt im Mittelpunkt der Welt steht. Wie Menschen aus allen Kontinenten nach Hamburg kommen, um gemeinsam etwas zu erleben, das größer ist als Sport: Gemeinschaft, Fairness und Respekt. Die Olympischen und Paralympischen Spiele sind mehr als nur Wettkampf, Sie sind ein Symbol für das, was uns als Gesellschaft verbindet. Natürlich gibt es Bedenken, und diese sind berechtigt. Viele fragen sich: "Können wir uns das leisten?" "Werden wir am Ende auf den hohen Kosten sitzen bleiben?" Diese Sorgen dürfen wir nicht ignorieren, aber wir können Ihnen begegnen, mit kluger Planung, Transparenz und Verantwortung. Wenn wir bestehende Sportstätten nutzen, Investitionen sinnvoll steuern und private Partner einbinden, können wir die finanziellen Risiken deutlich reduzieren. Ein weiteres Argument von den Gegnern lautet häufig, dass große Stadien und Dinge gebaut werden, die danach leer stehen, sogenannte "weiße Elefanten". Doch auch hier haben wir die Chance, neue Wege zu gehen. Paris hat es gezeigt: Wir werden Sportstätten so planen, dass sie später von Schulen, Vereinen und der gesamten Bevölkerung genutzt werden. Wir werden temporäre Bauten errichten, die nach den Spielen zurückgebaut oder weiter genutzt werden. So schaffen wir keinen Stillstand, sondern nachhaltigen Mehrwert. Manche sorgen sich um die Belastung im Alltag: Baustellen, mehr Verkehr, Belastung im ÖPNV. Ja, solche Herausforderungen wird es geben, aber sie sind auch steuerbar. Durch frühzeitige Bürgerbeteiligung, gezielte Stadtplanung und Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr können wir dafür sorgen, dass die Verbesserungen bleiben und die Belastungen vorübergehen. Stellen Sie sich vor, wie Hamburg von moderner Infrastruktur, besseren Verkehrswegen, von 9.000 Wohnungen, von Wohnraum für 9.000 Menschen in der Science City profitiert, nicht nur während der Spiele, sondern auch noch Jahrzehnte danach. - Frau Timmermann? - Nein, vielen Dank, Herr Mennerich, setzen Sie sich wieder! Meine Damen, meine Herren, einige fragen sich, und das wurde gerade schon erwähnt: Wie passen die Ziele des Zukunftsentscheids 2040 und die Olympischen und Paralympischen Spiele zusammen? Ich zitiere Boris Herrmann, Weltumsegler, großer Befürworter des Zukunftsentscheids und auch Befürworter der Olympischen und Paralympischen Spiele: Paris hat es vorgemacht, Zitat Anfang: "Paris hat es vorgemacht," "dass Olympia eine große Chance für Nachhaltigkeit und Klimaschutz ist." Zitat Ende. Der Umweltgedanke spielt eine zentrale Rolle. Großveranstaltungen dürfen heute nicht mehr auf Kosten unseres Planeten stattfinden. Und genau deshalb haben wir eine Chance, neue Maßstäbe zu setzen. Klimafreundliche Bauweise, erneuerbare Energien, nachhaltige Mobilität – alles das verbindet unser Konzept mit den kurzen Wegen, das grüne Band, das bereits erwähnt wurde, und den Ausbau des ÖPNV. Das sind echte Chancen für Hamburg, und ich möchte über weitere Chancen sprechen: Die Spiele würden unserer Wirtschaft einen starken Impuls geben. Neue Arbeitsplätze entstehen, Unternehmen profitieren und der Tourismus wird weiter angekurbelt. Hamburg würde sich als weltoffene Metropole präsentieren: eine Stadt, in der es egal ist, woher du kommst, wen du liebst, wie du aussiehst oder an wen du glaubst. Vor allem aber senden die Paralympischen Spiele ebenfalls eine wichtige Botschaft, die wichtiger ist denn je: Inklusion. Sie zeigen uns, dass Grenzen überwunden werden können, dass Vielfalt eine Stärke ist und dass jeder Mensch Teil unserer Gesellschaft ist. Diese Werte gehen weit über den Sport hinaus und prägen unser Zusammenleben in Hamburg. Liebe Hamburgerinnen und Hamburger! Die Frage ist nicht nur, ob wir uns Olympische und Paralympische Spiele leisten können. Die eigentliche Frage ist: Wollen wir den Mut haben, diese Chancen zu ergreifen? Wollen wir eine Stadt sein, die gestaltet statt nur reagiert? Eine Stadt, die zeigt, dass große Visionen und verantwortungsvolles Handeln kein Widerspruch sind? Oder wie die Olympionikin und Hockeyspielerin Anne Schröder sagte: "Hast du Lust zu gewinnen oder Angst zu verlieren?" Hamburg hat das Potenzial, Spiele auszurichten, die nachhaltig, inklusiv und zukunftsorientiert sind – Spiele, auf die wir alle stolz sein können. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten und lassen Sie uns zeigen, was in Hamburg steckt! Es hat sich nicht nur ein Bündnis gebildet gegen Olympia, sondern auch ein breites Bündnis aus der Zivilgesellschaft, das sagt: "Olymypi-JA!" Am 24. April, um 16 Uhr, sehen wir uns hoffentlich alle am Jungfernstieg und setzen gemeinsam ein starkes, ein lautes, ein buntes Zeichen für Vielfalt, Freiheit und Respekt, für Olympische und Paralympische Spiele in Hamburg. Es ist eine kluge Investition in unsere Stadt – eine Chance für alle. Wir sagen "Moin Hamburg" und "JA zu Olympia!"

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