Eugen Seiler
Sehr geehrtes Präsidium, werte Abgeordnete und Zuschauer. Das sogenannte S-Bahn-Surfen, wo meist junge Menschen überwiegend auf eine U-Bahn aufspringen, kurz mitfahren und versuchen dabei, Videoaufnahmen zu machen, die sie dann ins Netz stellen, hat in Hamburg in den letzten Jahren zugenommen. Zum Vergleich: 2023 hatten wir sechs Fälle, 2024 waren es schon 20 Fälle. Und 2025 sind wir bei 81 Fällen. - Die Dunkelziffer dürfte noch höher sein. - <i>Und der Senat ist schuld.</i> Es ist ein lebensgefährlicher Trend. Nee, der Senat ist natürlich nicht schuld, aber die tun ja nichts dagegen. Es ist ein lebensgefährlicher Trend, dem wir ein Ende bereiten müssen. Jeder Vorfall bedeutet Notbremsung, Streckensperrung, Chaos im Nahverkehr – kennt jeder, der hier in Hamburg mit einer S-Bahn oder einer U-Bahn unterwegs ist. Wir müssen entschlossen handeln, nicht morgen, sondern heute und jetzt. Wir fordern Aufklärung, bauliche Maßnahmen, die das Aufspringen erschweren, Druck auf Plattformbetreiber, damit lebensgefährliche Inhalte konsequent entfernt werden, moderne Technik, die Gefahren erkennt, bevor sie eskalieren. Und diese Technik fordert die AfD übrigens schon seit Jahren. Vor einer Woche habe ich in der Zeitung gelesen – das kommt nicht von der AfD: Die Hamburger Hochbahn will den Bahnverkehr mit künstlicher Intelligenz sicherer machen. Die KI wertet dafür Aufnahmen der Bahnsteigkamera aus. Laut HOCHBAHN dient dieses System dazu, frühzeitig gefährliche Situationen zu erkennen. Dazu gehört auch das Trainsurfing. Die Ergebnisse des Systems liegen noch nicht vor. Nach der Auswertung will die HOCHBAHN entscheiden, ob das Projekt weitergeführt wird. Genau das fordert die AfD. Es geht also in die richtige Richtung. Stimmen Sie unserem Antrag zu. Vielen Dank.
