Dr. Andreas Dressel
Herr Präsident, meine sehr verehrten Damen und Herren. Ich wollte einmal noch mal auch klarstellen für uns, dass es tatsächlich da jetzt nicht darum geht, irgendwie mehr Bürokratie, also Shared Service mit mehr Bürokratie zusammenzubinden ist jetzt in der Tat erst mal eine Assoziation, die man an der Stelle, glaube ich, nicht hat. Sondern – ist ja auch angesprochen worden – es gibt in der Tat Themen und Bereiche, wo es sich geradezu aufdrängt, Themen zusammenzudenken im Bereich Einkauf und Vergabe, bei Personalservice, bei IT, bei Rechnungswesen, Controlling, Fuhrparkservice. Das sind klassische Themen in großen Konzernbereichen, wo man guckt, ohne dass man's von oben aufoktroyiert: Kann man vielleicht gemeinsam auch in einer gewissen Weise das vernünftiger und auch sparsamer machen? Und es geht auch nicht nur um sozusagen das Finanzargument, sondern wir haben ja einen dramatischen demografischen Wandel auch im Konzern Hamburg in den nächsten Jahren, wo tatsächlich einfach auch viele in Ruhestand gehen, und die Frage, wie gehen wir an dieser Stelle damit um? Insofern, wo es klar ist, alles, was wir dort prüfen wollen unter Leitung der Finanzbehörde in Abstimmung mit der HGV, und nicht, weil die HGV selbst als Einheit das Thema ist, sondern sie ist einfach unsere Konzernmutter, die quasi dann die verschiedenen Unternehmen in der wirtschaftlichen Begleitung hat. Das heißt, das ist der optimale Andockpunkt. Und selbstverständlich werden wir das sozialpartnerschaftlich machen. Das ist im Konzern Hamburg sowieso so üblich, dass wir die Themen auch gemeinsam mit den Betriebsräten besprechen, dass wir das in den Aufsichtsräten erörtern, dass die Mitbestimmungsrechte dabei gewahrt werden. Es geht darum, diese Potenziale zu heben, gemeinsam zu gucken, wo bestehen diese Potenziale? Und ich will einmal diesen Haushaltshinweis geben: Wir haben da tatsächlich auch im Bereich des Konzerns in den nächsten Jahren durchaus ein dickes Brett vor uns. Ich glaube, Herr Kleibauer, Sie wissen das ja auch, dass natürlich irgendwann auch die Möglichkeiten, die wir sozusagen auch im Konzern Hamburg durch die Hapag-Lloyd-Dividende haben, irgendwann dann auch zur Neige gehen. Und dann haben wir eine Thematik, wo wir gucken müssen, wie wir im Konzern so gut hinkommen, um nicht die Situation zu haben, riesige zusätzliche Beträge in den Verlustausgleich der HGV zu bringen. Und das ist dann eine gemeinsame Verantwortung, weil ansonsten landet es nämlich alles hier bei Ihnen und Sie müssen für diese Summen zusätzliche Mittel aufbringen als Budgetgeber. Das frühzeitig zu betrachten, ist, glaube ich, auch ein Gebot von vorsorgender Konzernsteuerung. Insofern danke ich sehr herzlich für den Antrag. Wir machen uns an die Umsetzung und werden entsprechend berichten. Vielen Dank.
