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Dr. Selina Storm

GRÜNE 3:05 min Sitzungen 23/20

Sehr geehrte Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Die CDU erhebt in ihrer Debattenanmeldung zur Aktuellen Stunde ja unterschiedliche Vorwürfe. Und aus der Perspektive der Opposition kann ich zumindest manche Fragen nachvollziehen, aber der Titel der Debattenanmeldung thematisiert nämlich eins gar nicht, das Naturkundemuseum. Und wie meine Vorrednerin möchte ich noch einmal darauf hinweisen, wir haben uns 2021 dazu verpflichtet, im Staatsvertrag mit Nordrhein-Westfalen, ein Naturkundemuseum zu bauen. Dafür wurde das Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels, kurz LIB, gegründet, dessen Betrieb übrigens zu 50 Prozent vom Bund getragen wird. Ziel ist es, die unterschiedlichen Sammlungen in dieser Stadt mit 10 Millionen Exponaten zusammenzuführen, denn nach der Zerstörung des Naturkundemuseums im Zweiten Weltkrieg sind diese über die gesamte Stadt verteilt. Ein moderner, inklusiver Ort für Wissenschaft, Bildung und gesellschaftlichen Dialog soll entstehen, der greifbar macht, was wir alle durch Artensterben und Biodiversitätsverlust verlieren. Seit vier Jahren wird nun nach einem Ort für die benötigte Bruttogesamtfläche von 46.000 Quadratmetern gesucht, einem Ort, der Forschung, Sammlung und Wissenstransfer unter ein Dach bringt. Die Maßstäbe für die Entscheidung für einen Standort sind nicht ideologisch, nicht symbolisch, sondern werden anhand von Qualität, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit getroffen. Unser Maßstab muss die beste Lösung für Hamburg und für dieses wissenschaftspolitisch wichtige Museum sein. Die Frage ist nun: Kann der Elbtower die beste Lösung sein? Und um das herauszufinden, wurde eine Kosten-Nutzen-Analyse durchgeführt. Und selbstverständlich wurde mit der Analyse ein Unternehmen beauftragt, das sich auf öffentliche Investitionen spezialisiert hat und auch das Hamburger Mieter- und Vermietermodell gut kennt. Mit diesem Unternehmen... Mit diesem Unternehmen arbeitet die Behörde für Wissenschaft seit Jahren zusammen. Von einem Gefälligkeitsgutachten kann also hier nicht die Rede sein. Diese Analyse kommt zu dem Schluss, dass der Elbtower die beste Lösung sein kann. Und wir haben es vorhin gehört: Dass noch Fragen offen sind, liegt noch in der Natur der Sache, weil Prüfungen und Verhandlungen rund um die Realisierung des LIB im Elbtower noch nicht vollständig abgeschlossen sind. Und wir debattieren hier – wurde auch bereits gesagt – mitten im laufenden Prozess. Die Stadt hat klare Wenn-Dann-Bedingungen hinsichtlich der Standorts des Elbtowers formuliert, und diese gelten. Mein Maßstab ist, was für das LIB, für das Naturkundemuseum und für Hamburg am besten ist. Und wenn dann die kommenden Prüfungen bestätigen, dass der Elbtower die beste und günstigste Lösung in allen Dimensionen ist, dann unterstütze ich das aus wissenschaftspolitischer Sicht. Vielen Dank.

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