buergerschaft.de ↗

Philine Sturzenbecher

SPD 3:16 min Sitzungen 23/20

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich sagte es bereits in der Vergangenheit zu diesem Thema und ich bin auch weiterhin der festen Überzeugung, dass es durchaus zentral für eine gute und sachliche Debatte ist in der Bürgerschaft, dass eine Drucksache erst einmal vorliegt, bevor wir in die Inhalte gehen. Das hilft der parlamentarischen Debatte im Allgemeinen weiter. Und das gilt besonders für eine, die zugegeben eine etwas schwierigere Ausgangssituation darlegt, wie es hier im Elbtower vorliegt. Bereits im Herbst letzten Jahres haben wir an dieser Stelle über den Elbtower und das Naturkundemuseum gesprochen. Seitdem gibt es keinen neuen Sachstand, also auf jeden Fall keinen, der meines Erachtens Erkenntnisse und Fakten präsentiert, die über ein paar Medienberichterstattungen und persönliche Meinungen hinausgehen. Fakt ist es immer noch, im Oktober des letzten Jahres hat der Senat einen Zwischenstand über die Gespräche mit dem Bieterkonsortium und die mögliche Perspektive für das Naturkundemuseum berichtet. Diesem Zwischenstand folgten die Verhandlungen, die noch immer andauern. Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich bin weder Stadtentwicklungsexperte noch Haushälterin und maße mir eine Kommentierung hierzu nicht an. Für mich stehen die Wissenschaft, gute Lehre und Forschung im Vordergrund. Und deshalb muss ich mich an dieser Stelle auch einmal wiederholen. Für mich wäre der Einzug eines Hamburger Naturkundemuseums in einen so prominenten Bau, wie es der Elbtower sein soll, etwas ganz Besonderes. Ob es so kommt, das werden wir abwarten müssen. Denn eine naturkundliche Sammlung hier in Hamburg ist etwas Besonderes. Sie umfasst hier in Hamburg 10 Millionen Exponate, manche fast stadtweit bekannt wie Finnwal "Finni", andere bisher noch nicht. Das ist ein Schatz, der in seinem vollen Umfang in der Zukunft noch besser der Öffentlichkeit präsentiert werden kann, zum Mitmachen einlädt und wissenschaftlich erforscht werden soll. Grundlage für diesen Bau dieses besonderen Museums, bei dem eben Forschung, Ausstellung und Sammlung unter einem Dach vereint werden sollen, ist der Staatsvertrag, den Hamburg und Nordrhein-Westfalen 2021 geschlossen haben und dem wir verpflichtet sind. Und aus dieser Perspektive könnte der Elbtower ein geeigneter Standort sein – könnte. Denn hier entstünde ein Ort für Wissenschaft und Publikum gleichermaßen, der auch international seinesgleichen sucht, zentral und sichtbar, wie es im Staatsvertrag vereinbart ist, und im Übrigen auch eines Forschungsmuseums der Leibniz-Gemeinschaft würdig wäre. Der rot-grüne Senat und die Regierungsfraktionen stehen zu dem Wissenschaftsstandort Hamburg und ebenso zu dem Anspruch, unsere naturkundliche Sammlung umfassend nutzbar und sichtbar für alle zu machen. Ich jedenfalls bin überzeugt: Das Naturkundemuseum wird ein Wissenschafts- und Publikumsmagnet in Hamburg und weit darüber hinaus. Wo dieses dann endgültig realisiert wird, werden wir miteinander diskutieren. Das ist jetzt mehrfach hier angesprochen worden. Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

Alle Reden von Philine Sturzenbecher Rede ansehen ↗