Dr. Isabella Vértes-Schütter
Sehr geehrte Frau Präsidentin, meine sehr geehrten Damen und Herren. Wir sind uns unter den demokratischen Fraktionen darin einig: Das noch zu verwirklichende Dokumentationszentrum Hannoverscher Bahnhof am Ort nationalsozialistischer Verbrechen ist von zentraler Bedeutung für die Hamburger Erinnerungskultur. Die Linke hat mit Blick auf die Verzögerung einen Punkt. Lassen Sie mich gleich zu Beginn deutlich sagen: Wir stehen zur Realisierung des Dokumentationszentrums Hannoverscher Bahnhof. Der Senat hat sich ausdrücklich zur Realisierung des Dokumentationszentrums bekannt. Damit treten wir einer Befürchtung entgegen, wie sie in einem Appell von Persönlichkeiten aus dem Bereich der Erinnerungskultur und darüber hinaus laut geworden ist. Wir brauchen aus Gründen, die wir mehrfach diskutiert haben, neben dem bestehenden Gedenkort eine Dauerausstellung zu den Deportationen. Wir brauchen einen herausragenden Lernort mit Räumen für Bildungsangebote, Veranstaltungen, Konferenzen und Ausstellungen. Wir brauchen einen Ort der Bildung, vor allem für die jüngeren Generationen. Und dazu stehen wir. Eine verbindliche Projektstruktur, wie von der CDU gefordert, gibt es bereits. Es gibt einen Vertrag, und wir lassen den Investor dazu nicht aus der Pflicht. Sie können das unserem Antrag entnehmen. Dafür bitte ich um Zustimmung. Vielen Dank.
