buergerschaft.de ↗

Marco Hosemann

DIE LINKE 2:03 min Sitzungen 23/19

Ja, sehr geehrtes Präsidium, liebe Hamburger:innen und Abgeordnete der demokratischen Fraktionen. Zunächst einmal möchte ich mich bedanken bei den 44 Personen, die am 27. Januar wegen des langen Stillstands bei der Umsetzung des Dokumentationszentrums Hannoverscher Bahnhof mit einem offenen Brief sich an den Senat und den Investor gewandt haben; bei den 500 Personen, die sich mittlerweile diesem angeschlossen haben; bei der CDU für ihren Antrag: Danke, Herr Wersich, guter Antrag. Und bei der SPD und GRÜNEN für nichts. Es war ein großer Fehler des rot-grünen Senats, den Bau des Dokumentationszentrums zu privatisieren. Es war noch ein größerer Fehler, es sich von Harm Müller-Spreer bauen zu lassen. Wie mit Benko beim Elbtower war schon lange bekannt, was für ein windiger Investor das ist. Der Berliner Senatsbaudirektor Hans Stimmann bezeichnete Müller-Spreer einmal als Spekulanten schlimmster Art. Es ist völlig unverständlich, dass SPD und GRÜNE sich ein zweites Mal auf diesen Typen eingelassen haben, nachdem er die in 2022 geplante Eröffnung in dem Gebäude am Lohsepark zum Platzen brachte, weil er die Büroflächen darüber an ein NS-belastetes Unternehmen vermietete. Dass der Senat in unserer Kleinen, also in unserer aktuellen Schriftlichen Kleinen Anfrage die Übernahme des Baus ausschließt, weil das zu einem erheblichen Zeitverzug und zu erheblichen Mehrkosten führen würde, liest sich wie ein schlechter Witz. Denn das Projekt hat sich bereits enorm verzögert und Müller-Spreer schon viel mehr Kosten für die Stadt verursacht. Ein "Weiter so!", wie es heute die SPD und GRÜNE beantragen, würde zu weiteren Mehrkosten und Zeitverzögerungen führen. Deshalb appelliere ich an Sie, unsere Anträge in den Kulturausschuss zu überweisen, damit wir weiter darüber sprechen und gemeinsam Lösungen finden werden. Vielen Dank.

Alle Reden von Marco Hosemann Rede ansehen ↗