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Michael Gwosdz

GRÜNE 2:31 min Sitzungen 23/18

Herr Präsident, liebe Kolleg:innen. Wem ernsthaft etwas daran liegt, junge Frauen und junge Mädchen zu stärken in ihrem Selbstbewusstsein, in ihren Kompetenzen, im Erkennen auch von Mechanismen und Strukturen, die zu Zwangsheirat führen, der stünde an unserer Seite im Kampf gegen patriarchale Strukturen, gegen patriarchale Mechanismen. Der würde Männergewalt reflektieren, aber nicht solche Reden und solche Anträge halten. Die Solidarität mit jungen Mädchen und jungen Frauen glaube ich keinem einzigen Menschen, der hier von rechts das Wort ergreift, solange bei anderen Themen, über Gendergaga und anderes, jeder Versuch, Frauenrechte zu stärken, Mädchen zu stärken, diffamiert und diskreditiert wird. Wer es ernst meint, der muss es auch wirklich im Ganzen ernst meinen. Und wer es ernst meint, das ist dieser Senat, das ist Rot-Grün. Und das zeigen wir seit Langem mit Strukturen, mit Beratungsstrukturen wie i.bera und LÂLE für junge Mädchen, - die Ihnen dabei helfen, gegen Zwangsheirat vorzugehen. - Herr Abgeordneter... - Ich gestatte keine Zwischenfrage. - Okay. Und wer sich ernsthaft damit auseinandersetzen würde, was in Schulen passiert, statt merkwürdige Pressemitteilungen zur Schülerstatistik zu formulieren, der wüsste auch, dass wir die Beratung und die Aufklärung und die Stärkung von jungen Mädchen systematisch in den Bildungsplänen verankert haben. Präventionsarbeit ist nicht nur Sache von einzelnen Workshops. Nebenbemerkung Richtung CDU: Die "Weiße Woche", das waren vier Schulen mit 645 Schülerinnen und Schülern, die darüber erreicht wurden. Das ist auch keine systematische Aufklärung, die findet in den Schulen statt, systematisch verankert. Wir haben die Leitperspektive "Werte für ein gelingendes Zusammenleben". Da lernen Schülerinnen und Schüler systematisch Grundrechte, Gleichberechtigung der Geschlechter. Was bedeuten Rollenbilder? Aber das ist ja alles Zeug, was hier von rechts... Das sind alles Dinge, wichtige Dinge, die von rechts außen als Gendergaga bekämpft werden, statt sie ernst zu nehmen. Und deswegen glaube ich Ihrem Antrag kein Wort. Und dass das Thema wichtig ist und auch eine ernsthafte Beratung und Auseinandersetzung braucht, das zeigen wir dadurch, dass wir den durchaus vernünftigen Antrag der CDU in den Ausschuss überweisen und dort weiter beraten. Da können wir uns vertieft und sachlich mit dem Thema beschäftigen, brauchen aber keinen rechtspopulistischen Unsinn. Vielen Dank.

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