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Eugen Seiler

AfD 1:59 min Sitzungen 23/18

Sehr geehrtes Präsidium, werte Abgeordnete und Zuschauer. Wenn die Glocken der Hamburger Schulen in den Hamburger Schulen die Sommerferien einläuten, bedeutet das für die meisten Kinder Freiheit, Eis essen und Erholung. Doch für eine Gruppe von jungen Frauen in dieser Stadt bricht eine Zeit der Angst an. Während der Senat den Begriff "Ferien ohne Angst" bisher nur als Schutzschild für ausreisepflichtige Ausländer missbraucht hat, ignorieren Sie die wahre Angst in den Kinderzimmern: die Angst vor Verschleppung und Zwangsverheiratung. Unter dem Vorwand eines Familienbesuchs im Ausland werden Jugendliche in die Herkunftsländer ihrer Eltern gebracht und kommen regelmäßig nicht zurück. Sie werden gegen ihren Willen mit fremden Männern verheiratet, ihre Bildungsbiografien werden zerstört, ihre Träume beendet. Das ist kein kulturelles Missverständnis, das ist ein schweres Verbrechen an den jungen Frauen. Unser Antrag fordert eine direkte Schüler-Aufklärungskampagne. Wir dürfen uns nicht hinter bürokratischen Broschüren in Beratungsstellen verstecken, die kein Mädchen erreicht. Wir müssen in die Klassenräume. Wir brauchen klare Informationen für jede Schülerin über ihre Rechte in Deutschland. Wir müssen Notfallkontakte und Codewörter etablieren, bevor der Koffer gepackt ist. Wir müssen Lehrkräfte sensibilisieren, die Warnzeichen zu erkennen, bevor es zu spät ist. Wer Frauen schützen will, schaut nicht weg, wenn religiöse oder patriarchale Strukturen unsere Rechtsordnung aushebeln. Geben Sie dem Slogan "Ferien ohne Angst" endlich eine Bedeutung, die den Schutz unserer Schülerinnen ins Zentrum stellt. Stimmen Sie unserem Antrag zu, damit Urlaub in der Heimat nicht zum lebenslangen Gefängnis wird. Vielen Dank.

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