Martin Wolter
Liebe Hamburger:innen, Vorsicht, ein Trend geht um! Wer sportliche Veränderung braucht, kann mittlerweile auch in Hamburg auf Pickleball umsteigen. Eine eher gemütliche Sportart für Jung bis Alt. Wir finden sie super und sind Fans. Mit dem Antrag heute soll allerdings diese Trendsportart gesondert gefördert werden mit dem Ziel, dass mehr Menschen Pickleball spielen. Eine von circa 300 Sportarten, die sicherlich ihren eigenen Reiz hat, die sich jedoch hinsichtlich Bewegung, Gesundheit oder Teilhabe nicht besonders abhebt. Wir hingegen sind dafür, dass die Hamburger:innen selbst wählen können, welchen Sport sie ausüben möchten. Und wenn es Pickleball sein soll, dann – bestätigt uns der überwiegende Teil der Hamburger Pickleball-Abteilung – liegt es daran, dass nicht mehr Menschen in der Stadt diesen Sport ausüben können, weil die Hallenzeiten begrenzt sind und Flächen fehlen. Und das gilt für viele andere Sportarten in dieser Stadt ebenfalls. Egal ob bald olympisch oder nicht im Übrigen. Wenn jetzt also durch Ihren Antrag beispielsweise auf Böden von Sporthallen die fehlenden Linien für Pickleball ergänzt werden, so ermöglichen Sie mit Ihren billigen Linien nicht einer Person mehr, Pickleball zu spielen oder generell Sport zu treiben, denn die Hallen werden dadurch nicht größer. Mehr Linien bedeuten nicht gleich mehr Nutzbarkeit. Mehr Nutzbarkeit hingegen wäre hilfreich für alle. Statt eventuell kurzzeitige Trends auszuwählen und den Menschen hier vorzusetzen, sollten wir in Hamburg besser in eine langfristige und vielfältige Sportnutzung investieren. Mit einer Grundsanierung vieler Hallen und dem Bau neuer Hallen und Plätze hätten die Sportler:innen in dieser Stadt eine größere Auswahl, sich für den sie passenden Sport zu entscheiden, zum Beispiel auch für Pickleball. Danke.
