Alske Freter
Ja, sehr geehrtes Präsidium, sehr geehrte Kolleg:innen, liebe Sportfans. Stellen Sie sich vor, es ist 1965. Drei Väter in den USA stehen vor einem Problem, manche werden es vielleicht kennen, ihre Kinder langweilen sich. Also basteln sie kurzerhand ein neues Spiel zusammen. Ein Badmintonfeld, ein paar Tischtennisschläger, ein Plastikball – und schon war der Pickleball geboren. Benannt angeblich – man weiß es nicht genau – nach dem Hund Pickels, der wohl den ersten Ball klaute. Ob wahr oder nicht, die Legende lebt. Und ob der Sport am Ende auch den Kindern gefallen hat und nicht nur den Vätern, weiß ich ehrlich gesagt auch nicht. Aber heute, 60 Jahre später, ist Pickleball ein weltweiter Hit. In den USA spielen es Millionen Menschen, und auch hier in Hamburg sind immer mehr Menschen davon begeistert und der Sport wächst rasant. In den USA übrigens spielt es... es ist sehr generationenübergreifend. Meine Kollegin Timmermann hat es auch eben gesagt. Früher spielte man da in den Altersheimen Bingo, jetzt anscheinend Pickleball. Pickleball ist sehr niedrigschwellig, das haben wir auch schon gehört. Es ist relativ einfach zu lernen, generationenübergreifend und platzsparend. Vereine wie der ETV und der Walddörfer SV zeigen bereits, wie gut der Sport ankommt. Und jetzt geht es eben darum, den Pickleball noch breiter aufzustellen – in Schulsporthallen, auf öffentlichen Plätzen und Vereinen. Unser Antrag sieht vor, Pilotprojekte zu starten, Linien auf bestehenden Sportflächen zu ergänzen und Pickleball-Linierungen auch auf Schulhöfen zu prüfen. Denn wer weiß, vielleicht wird Hamburg bald nicht nur für Fußball und Handball bekannt sein, sondern auch Hochburg des Pickleballs. Und, Herr Niedmers, ich bin mir sicher, wenn wir richtig prüfen, dann finden wir auch mehr als nur einen Standort dafür. Da bin ich mir sicher, oder es würde mich auf jeden Fall sehr freuen. Und, ja, an Sie alle gerichtet, schnappen Sie sich einen Schläger, suchen Sie sich Mitspieler:innen und probieren Sie es auch mal aus. Und stimmen Sie natürlich unserem Antrag zu. Vielen Dank.
