Birgit Stöver
Ja, vielen Dank, Herr Präsident. Meine Damen und Herren. Lieber Herr Berk, das ist wirklich der schlechtmöglichste Kompromiss, den Sie hier vorlegen. Denn zwischen Elfenwiese und Nymphenweg gibt es seit den 1970er-Jahren ein einzigartiges Ensemble aus Kita-Tagesstätte, zwei Sonderschulen und den Elbe-Werkstätten. Sie wissen das. Alle Einrichtungen arbeiten eng zusammen, und das lange bevor die UN-Behindertenkonvention in den Nullerjahren das Thema Inklusion in den Fokus gerückt hat. Und ausgerechnet diese Kita wollen Sie jetzt sperren. Was wollen Sie denn an dem Standort überhaupt machen mit dem vielen Platz? Dort ist Platz. Am Schneverdinger Weg, an der Baererstraße ist kein Platz. Es muss umgebaut werden. Und ehrlich gesagt, die dauerhafte Verlagerung der Kita auf zwei Standorte außerhalb dieses Zentrums bedeutet viel Stress für die Kinder, Eltern und Lehrer. Und da eben, wie gesagt, der Standort Schneverdinger Weg auch noch Maßnahmen für die Barrierefreiheit ergriffen werden müssen und dort kaum Platz für das Therapieangebot ist, ist es wirklich der schlechtmöglichste Kompromiss, den Sie hier anbieten. Wir fordern... Das Spannende ist ja, dass Sie tatsächlich sagen, ein Marderbefall hat dieses ausgelöst. Das war das erste Argument. Der Nymphenweg... Also die beiden Schulen haben diesen Marderbefall seit Jahrzehnten in den Griff bekommen. Warum nicht die Kita? Das ist wirklich erstaunlich. Und wir fragen uns tatsächlich... Wir fordern in unserem Zusatzantrag eine transparente Offenlegung der Kosten für Teil- und Vollsanierung beziehungsweise eine Alternative als Vergleich, hierzu die Kosten für Neubaumaßnahmen am Standort sowie eine Entscheidung für die Kita, dass es dort wieder einen Kita-Standort gibt. Wie gesagt, aus den besagten Gründen, dass zwei Standorte hier wirklich völlig daneben sind und ein schlechtmöglichster Kompromiss sind. Vor Weihnachten konnten Sie auf meine Kleine Anfrage überhaupt noch keine Kosten nennen. Dann hieß es mal 2 Millionen, dann hieß es jetzt 8 Millionen. Jetzt auf einmal sind es schon 10 Millionen. Wir hätten gerne Transparenz, meine Damen und Herren. Das ist unsäglich, was Sie hier machen.
