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Thomas Meyer

DIE LINKE 2:06 min Sitzungen 23/18

- So. Genau. - So. Sehr geehrtes Präsidium, sehr geehrte Abgeordnete, liebe Gäste. Diese Stadt schließt keine Kita wegen eines Marders. Sie schließt sie, weil sich Inklusion angeblich nicht rentiert. Die Kita Elfenwiese ist keine x-beliebige Kita. Sie ist seit Jahrzehnten ein Ort, an dem Inklusion wirklich gelebt wird – und das in enger Zusammenarbeit mit der Schule direkt nebenan. Diese Arbeit ist nicht austauschbar. Die geplante Verteilung der Kinder auf die anderen Standorte löst das Problem nur auf dem Papier. In der Wirklichkeit bedeutet dies längere Wege, schlechtere Übergänge, weniger passende Angebote und vor allem einen massiven Verlust an Qualität. Wer diesen Standort aufgibt, verschlechtert Inklusion. Das eigentliche Problem ist das Finanzierungssystem. Das Kita-Gutscheinsystem bezahlt pädagogische Fläche, aber nicht den Platz, den Kinder mit Behinderung brauchen. Für Hilfsmittel, Therapien, Pflege, extrabreite Flure und Therapieräume – das alles zählt nicht. In den letzten Wochen bei den zahlreichen Debatten über die Kita Elfenwiese höre ich immer nur Worte wie Rentabilität, Wirtschaftlichkeit und Refinanzierung. Wenn Sparen hier wichtiger ist als die Bedürfnisse von Kindern mit Behinderung, dann wird hier Inklusion politisch aufgegeben. Dabei liegt die Lösung auf der Hand. Das Gebäude gehört der Schulbau Hamburg. Warum nicht also die Schule und Kita gemeinsam denken und die Kita an die Schule vermieten? So wie es in anderen Standorten längst funktioniert. Dieser Standort könnte zu einem echten Vorzeigeprojekt für Hamburg in Sachen gelebter Inklusion werden Genau das, was der Senat überall verspricht, könnt er hier endlich konkret umsetzen. Inklusion darf kein Sparposten sein. Inklusion ist ein Versprechen, und dieses Versprechen müssen wir halten. Wir werden dafür immer kämpfen.

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