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Dr. Sabine Ritter

DIE LINKE 2:12 min Sitzungen 23/17

Sehr geehrtes Präsidium, liebe Kolleg:innen und Studis an den Hamburger Hochschulen. Das war ein sehr eindrucksvolles Statement heute Morgen am Hochschulaktionstag: Mit deutlich mehr noch als 1.000 Leuten waren wir auf der Straße. Denn was auch immer wir gerade gehört haben: An der Uni werden Stellen nicht nachbesetzt, Öffnungszeiten von Bibliotheken gekürzt, ganze Schwerpunkte in Studiengängen gestrichen. Und wohlfeil, muss ich sagen, wird gegen diesen absolut berechtigten Protest vom Senat auf die Hochschulautonomie verwiesen. Immer heißt es, auch hier bei Frau Sturzenbecher, bei Frau Storm, auch hier heißt es, man stelle doch alle nötigen Mittel bereit, es sei doch alles Mögliche auch erhöht worden. Dieses Narrativ wird spektakulär von der Realität widerlegt. Nur ein Beispiel: Die Professur für Didaktik der Sozialwissenschaften. Seit 2023 unbesetzt und seitdem durch den emeritierten Vorgänger vertreten. Besetzungszeitpunkt unbekannt. Das und noch weitere Beispiele sind Ergebnis des Stellenroulettes, das notgedrungen an der Uni stattfindet. Denn 4,5 Prozent müssen auch dieses Jahr mit dem Rasenmäher auf dem Rücken der Studierenden und der Beschäftigten weggemäht werden. Mein Kollege Kay Jäger hat in der letzten Bürgerschaftssitzung klargemacht: Nicht einmal die pünktliche Überweisung der Gehälter für studentisch Beschäftigte ist gewährleistet. Unglaublich! Wir werden also dem Antrag der CDU allergrößtenteils zustimmen mit Ausnahme des Punkts zum Stiftungsunwesen. Herr Dressel und Frau Blumenthal, bitte nehmen Sie die Proteste an der Universität ernst! Der Unmut zieht sich durch sämtliche Statusgruppen. Sorgen Sie dafür, dass die Hochschulen ausfinanziert sind. Sorgen Sie für exzellente Studienbedingungen. Vielen Dank.

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