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Dr. Joachim Körner

AfD 2:15 min Sitzungen 23/17

Sehr geehrter Herr Präsident, meine sehr geehrten Damen und Herren. Geothermie ist prinzipiell eine faszinierende Möglichkeit, die Wärme zu nutzen. Das gilt insbesondere für Orte, wo heißes Wasser sich nah an der Erdoberfläche befindet. So werden zum Beispiel die Häuser günstig in Island beheizt. Bei uns erreicht man heißes Wasser erst in großer Tiefe. Das ist jedoch teuer. Zum Glück gibt es noch Bohrlöcher aus früheren Ölbohrungen, die sich nutzen lassen. Das reduziert natürlich die Kosten. Aber viel entscheidender ist, dass sich die vorgesehenen 180 Grad Celsius in 3.000 Meter Tiefe nicht erzielen lassen. Es bleibt in Harburg lediglich die Möglichkeit, in circa 1.300 Meter Tiefe 48 Grad heißes Wasser zu gewinnen. Für Fernwärme ist diese Temperatur zu niedrig. Beachten Sie den riesigen Unterschied von 180 Grad zu 48 Grad. Deshalb will man das Wasser auf 75 bis 85 Grad erwärmen. Selbst mit Wärmepumpen wird das ziemlich teuer. In den Unterlagen wird auch nicht annähernd gesagt, was das Heizen für die Bürger dann kosten wird. Auch eine Anfrage hat keine Klarheit geschaffen. Aber das ist der entscheidende Punkt. Grundsätzlich sind wir offen gegenüber allen Technologien. Jedoch muss der Nutzen sorgfältig gegenüber den Nachteilen und Kosten abgewogen werden. Hier ist zu befürchten, dass das Projekt für die Bürger wegen der hohen Kosten nicht akzeptabel sein wird. Zumindest lassen sich diese Befürchtungen mit den vorgelegten Daten nicht widerlegen. Vielen Dank.

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