Heike Sudmann
Liebe Hamburgerinnen, liebe Hamburger, liebe Abgeordnete, wir werden gleich beschließen, dass es ein Bürgerschaftsreferendum über die Olympischen Spiele gibt am 31. Mai. Und ich glaube, dass wir uns an dem Punkt einig sind, dass wir alle sagen, wir wollen eine hohe Beteiligung haben, wir wollen, dass viele Hamburgerinnen und Hamburger über dies Referendum, über die Olympischen Spiele abstimmen. Wir sind uns nicht einig in der Bewertung der Olympischen Spiele. Und deswegen werden wir ja auch ganz viel dafür tun, dass die kritische Stellungnahme von NOlympia in das Abstimmungsheft kommt. Das ist gar nicht mein Thema heute. Mein Thema ist heute: Warum machen wir nicht das, was wir auch 2015 gemacht haben? 2015 hat die Bürgerschaft eine Veranstaltungsreihe gemacht zu den Olympischen Spielen, die hieß damals "It's your choice". Es ging darum, die jungen, ab 16 Jahre wahlberechtigten Schüler und Schülerinnen nicht nur für Politik zu interessieren, sondern auch genau für die Olympischen Spiele. Es waren alle Fraktionen vertreten, es war Olympia vertreten, und das war... Das ist keine erschlichene Wortmeldung, es geht um das Referendum. Und das ist ein Punkt, den wir im Ausschuss, was man im Bericht nachlesen kann, liebe GRÜNE. Im Ausschuss nämlich haben zum Beispiel die SPD-Abgeordneten gefragt, ob es nicht mögliche Marketingkonzepte für die jungen Wähler und Wählerinnen gibt. Wir brauchen keine Marketingkonzepte, wir brauchen Diskussionen mit den Jugendlichen. Und diese Diskussionen werden nicht mehr stattfinden, weil... Was nachher auf der Tagesordnung steht, Herr Gwosdz, vielen Dank. Sie werden nachher den Antrag von uns, der genau das will, werden Sie überweisen in den Ausschuss, werden ihn versenken, weil bis er zurückkommt, ist es nicht mehr dran. Und wir finden, dieses Referendum, was wir alle ja wollen, also alle demokratischen Fraktionen, wir wollen, dass viele Bürger:innen teilnehmen, dieses Referendum muss auf breite Schultern gestellt werden. Es muss dafür Sorge getragen werden, dass alle Bürger:innen sich angesprochen fühlen und gerade auch die Jugend, die ja Ihre Hauptzielgruppe ist. Sie argumentieren immer mit der Jugend, für die Olympia so wichtig ist. Und deswegen find ich das sehr, sehr schade, dass Sie das weder im Ausschuss noch vor allen Dingen jetzt in so einem Antrag gleich annehmen werden. Das ist für uns der falsche Weg. Sie sollten keine Angst vor der Debatte mit den Jugendlichen haben. Sie sollten sich lieber den Jugendlichen stellen und sagen: "Wir machen die gleiche Veranstaltungsreihe." Das wär ein sehr schöner Beitrag. Vielen Dank.
