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Sascha Greshake

CDU 4:42 min Sitzungen 23/16

Ja, vielen Dank. Ja, ich freue mich ja, dass der Platz der Rede nicht mehr mit korreliert, wie voll dieses Plenum hier ist. Also von daher, alles wunderbar. So. Ja, sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Damen und Herren! Der vorliegende Antrag "KI im Tourismus – Hamburgs Wettbewerbsfähigkeit sichern" nimmt sicher ein wichtiges Thema in den Blick: die digitale Sichtbarkeit in unserer Stadt im Zeitalter generativer Künstlicher Intelligenz. Gerade angesichts der dynamischen Entwicklung von KI-Systemen, wir haben's eben gehört, die Reiseplanung und Informationssuchende zunehmend beeinflussen, ist es richtig, dass Hamburg diese Veränderung nicht verschläft. Allerdings kommt mir und meiner Fraktion bei der Lektüre eures Antrages so ein bisschen ein ambivalentes Gefühl auf. Dass KI-Technologie... Och, Mensch! Dass KI-Technologie künftig bei der Informationsvermittlung eine größere Rolle spielen könnte, darüber lässt sich kaum streiten. Der Antrag weist nicht ohne Grund darauf hin, dass immer mehr Nutzerinnen und Nutzer auf Chatbots zurückgreifen, statt klassische Portale und Suchmaschinen zu nutzen. Doch der Antrag bleibt in einigen Punkten oder in den entscheidenden Punkten unserer Ansicht nach viel zu unscharf. Denn erstens: Der Antrag spricht viel über Sichtbarkeit, über Sichtbarwerden Hamburgs in KI-Antworten, liefert aber keine klaren Kriterien und keine klaren Zielvorstellungen. Und, ich meine, Arne, du hast es gerade angesprochen, es gibt doch die Hamburg Tourismus GmbH. Zuständig und erfolgreich aktiv für die Tourismuswerbung in dieser Stadt. So, und da frage ich mich, Hamburg Tourismus hat doch Budget. Und haben die da nicht ihre Kontrolle darüber oder die nötige Beinfreiheit, solche Entscheidungen eigenmächtig zu treffen? Ich meine, wenn man auf der Webseite guckt jetzt gerade aktuell, schreibt Hamburg Tourismus zwei Stellen aus. Das eine ist eine Leitung Unternehmenskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Da heißt es sinngemäß: "Du gestaltest Kommunikation mit KI-gestützten Lösungen." Und zweitens ein CRM- und Kampagnen-Manager. Da heißt es: "Du nutzt moderne KI-Tools zur Effizienzsteigerung und Wettbewerbsrecherche." Also an Hamburg Tourismus kann es nun wirklich nicht liegen. Falls es also Optimierungspotenziale bei Strukturen oder der Budgetallokation geben sollte, das entzieht sich natürlich meiner Kenntnis, dann mag das so sein. Doch nach unserem Verständnis gilt: Hamburg Tourismus hat ein klares Mandat vonseiten der Stadt. Mit einem Mandat gehen Freiheiten einher. Und innerhalb dieser Freiheiten darf und soll gestaltet werden. Was darüber hinaus dann geht, dafür brauchen wir dann einen parlamentarischen Diskurs und einen klaren Beschluss. Doch genau danach und auch jetzt hier in diesem Antrag sieht's nicht aus. Dieses Mandat, was definiert ist, wird hier durch den Antrag nicht substanziell ergänzt. Stattdessen wirkt es eher wie der Versuch, die nächste positive KI-Schlagzeile zu produzieren. Sorry, das ist echt zu wenig. Und zweitens: Die geforderte Prüfung und Erörterung sowie die Entwicklung von Maßnahmen ist begrüßenswert, aber schlussendlich wird im Ergebnis nur ein Bericht an die Bürgerschaft gefordert, ohne klaren Umsetzungsrahmen, klares Budget oder die Verknüpfung zu bestehenden Förderungsinstrumenten. Liebe Kollegen, das ist auch viel zu wenig. Am Ende heißt es also: Wir teilen grundsätzlich die Überlegung, dass Hamburg im digitalen Wandel nicht den Anschluss verlieren darf. Gleichzeitig glauben wir, dass ein solcher Prüfantrag zu eng gefasst ist und zu wenig verbindliche Perspektiven zur tatsächlichen Förderung von KI-Anwendungen ermöglicht und liefert. Unser Vorschlag wäre es gewesen, den Antrag um konkrete Handlungslinien zu ergänzen. Lieber Arne, du hast es gerade in deiner Rede gesagt, das fand ich dann auch richtig klasse, erstens, zweitens, drittens, aber in dem Antrag bleibt ihr da doch viel zu vage. Dann schreibt es doch bitte da rein. Also von unserer Seite, wir hätten dann auch gesagt: Wie sieht es denn aus mit Kooperation mit Hochschulen, mit der Wirtschaft oder Pilotprogramme zur KI-Unterstützung im Tourismus? Und dann runtergebrochen auf die einzelnen Branchen, die der Tourismus so wunderbar hat. Heißt also: Der Antrag setzt erste Impulse, lässt aber offen, wie daraus konkrete Verbesserungen für den Tourismusstandort Hamburg entstehen sollen. Dennoch: Wir unterstützen das Anliegen der Prüfungen und der Gespräche, die sich daraus auch ergeben werden. Wir erwarten aber vom Senat, dass konkrete Maßnahmen mit echtem Mehrwert und nicht lediglich ein Bericht zum Sommer 2026 daraus entsteht. Vielen Dank.

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