Dominik Lorenzen
Ja, liebe Kolleg:innen, sehr geehrtes Präsidium. Erst mal vielen Dank, ich bin schwer begeistert, dass Sie für diese wichtige Debatte alle reingekommen sind. Nicht überrascht, aber begeistert. Über 60 Prozent der Deutschen nutzen inzwischen KI in ihrem Alltag, für die Arbeit oder auch privat. Und damit jetzt... Oh, jetzt gehen alle wieder! Damit... War meine Rede so langweilig, jetzt schon? Warten Sie's doch ab! Es wird noch besser! Machen wir 'ne kleine Umfrage: Wer von Ihnen hat denn schon KI auch ganz privat mal für die Reiseplanung benutzt? Oh, oh. Da ist noch Optimierungsbedarf. Kollege Mohrenberg ist wieder ganz vorne technologisch, begrüßenswert. Laut Umfragen sind es inzwischen aber circa ein Drittel der Deutschen, die auch schon mal für ihre Reiseplanung mit KI gearbeitet haben. Und ich glaube, was wir uns alle klarmachen müssen und weswegen dieser Aufschlag auch durchaus seine Berechtigung und seine Relevanz hat, ist, dass wir hier in einem disruptiven Prozess sind und in einigen Jahren es tatsächlich so sein wird, dass ein Großteil der Menschen, die eine Reise planen, diese auch mit KI vorbereiten, planen und dann eben auch durchführen. Was das für den Tourismusstandort im Doing dann später bedeutet, da wird der Kollege Platzbecker gleich noch gewohnt gekonnt drauf eingehen. Für uns ist es jetzt wichtig, dass wir diesen – eine kleine touristische Metapher –, diesen Zug nicht verpassen und uns frühzeitig darauf einstellen, die entsprechenden Datenbanken, Schnittstellen zu schaffen, damit Menschen, die unsere wunderschöne Hansestadt besuchen wollen, optimale Informationen bekommen. Und das ist tatsächlich eine große Chance auch für den Tourismusstandort Hamburg, sich weiterzuentwickeln, Touristenströme besser zu verteilen und das Erlebnis für Tourist:innen in unserer Stadt zu verbessern. <i>Mehr KI in die Politik!</i> Ja, mehr KI in die Politik, das könnte manchmal einigen Leuten helfen. Ich glaube, KI ist auch nicht so rassistisch wie andere, aber das ist ein anderes Thema. Ja, Vielfalt. Was kann eine KI im Tourismus für uns bewirken? Ich glaube, mehr Vielfalt. Eine KI kann helfen, eine Stadt auf 100 verschiedene Arten zu entdecken gegenüber klassischen Reiseführern, die vielleicht immer den gleichen Blickwinkel geben, Menschen in die gleichen Orte schicken. Also wie kann Hamburg gesehen werden als eine Stadt mit ganz vielen Blickwinkeln? Das Thema Mehrsprachigkeit ist eine große Chance. Reisepläne, Restaurants, Öffnungszeiten und, und, und – alles in Echtzeit verfügbar, alles in allen Sprachen für die Menschen, die uns aus aller Welt besuchen, verfügbar. Das alles ist eine große Chance. Und deswegen freuen wir uns sehr, dass unsere Tourismus- und KI-Senatorin das mitnimmt, das Thema in der Behörde und einen ganz besonderen Blick darauf werfen wird in der Zukunft, wie wir uns beim Thema KI nicht abhängen lassen, sondern so weiter Vorreiter sind wie in allen anderen Themen. Und darauf freuen wir uns. Vielen Dank fürs Zuhören.
