Benjamin Mennerich
Verehrtes Präsidium, meine Damen und Herren. Bedarf an solch günstigem Wohnraum, wie er hier beschrieben wird, haben selbstverständlich nicht nur Studenten, sondern zum Beispiel auch Azubis, die hoffentlich im Rahmen dieser Maßnahmen dort auch mit von profitieren werden dürfen. Aber wenn das mit der Mietenentwicklung hier in Hamburg so weitergehen sollte, wird das nicht ausreichen. Dann haben nämlich irgendwann alle Hamburger Bedarf an so günstigem Wohnraum. Davon abgesehen klingt Ihr Antrag eigentlich sehr schön. Leider ist das bei Anträgen und Maßnahmenankündigungen der Regierungsparteien häufig auch das einzig Schöne. Auch bei diesem Antrag stellt sich daher die Frage, was steckt denn nun hinter den schönen Worten? Zunächst einmal nicht viel mehr – wir haben's ja gerade gehört – als die Aufforderung an die eigene Regierung, sich doch bitte schön an die Dinge zu halten, die man am Beginn der Legislaturperiode selber schon beschlossen hatte. Großartig! Sie beantragen also, sich an Ihr eigenes Wort zu halten. Damit sind Sie schon mal eine Stufe glaubwürdiger als unser Bundeskanzler. Wir haben aber noch ein paar phrasenhafte Schlüsselwörter in Ihrem Antrag. Von Nachhaltigkeit ist da zum Beispiel die Rede. Insbesondere bei Baustoffen, Bauweise und – jetzt kommt's! – Heizsystemen und Energieversorgung. Verehrte Kollegen von den GRÜNEN, ich hatte die Hoffnung bei Ihnen ja schon fast aufgegeben. Aber anscheinend haben nun auch Sie begriffen, dass ein Habeckscher Heizungshammer oder die planwirtschaftliche Energiewende wirtschaftlich einfach nicht mehr länger tragbar sind und endlich beendet werden müssen. Es sei denn, Sie meinen mit nachhaltig, dass Sie uns alle nachhaltig in die Armut führen wollen. Ich hoffe, dass das ausbleiben wird.
