Philine Sturzenbecher
Sehr geehrter Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen. Auch wenn das die letzte Debatte vor der Weihnachtspause ist, bitte ich Sie noch um ein paar Minuten Ihrer Aufmerksamkeit. Denn der Antrag, den wir hier debattieren, ist nicht nur besonders wichtig für junge Menschen in unserer Stadt, sondern setzt zum Ende des Jahres noch einmal ein wichtiges Zeichen für die Zukunft. Denn Hamburg ist ein attraktiver Wissenschaftsstandort, und das ist kein Zufall. Wir haben in den vergangenen Jahren viel investiert in Hochschulen, in Forschung, in Exzellenz und ja, auch wenn in manchen Briefen es anders dargestellt wird, auch in gute universitäre Rahmenbedingungen. Dennoch bleibt die Lebensrealität vieler Studierender zu Beginn ihres Studiums herausfordernd. Viele kommen neu in die Stadt, müssen ihren Alltag möglicherweise zum ersten Mal eigenständig organisieren und stehen sofort vor einem Wohnungsmarkt, der für Menschen mit geringerem Budget schwer zu bewältigen ist. Wohnheime für Studierende sind deshalb eine zentrale Anlaufstelle. Doch mit 4.430 Plätzen stößt das Studierendenwerk trotz der Neubauten der letzten Jahre an seine Grenzen. Zum, Semesterbeginn im Herbst warteten noch über 2.000 Studierende auf ein Zimmer, noch immer stehen viele auf der Warteliste. Das zeigt die Attraktivität unseres Wissenschaftsstandortes und die Notwendigkeit, die eingeschlagenen Wege beim studentischen Wohnen konsequent und ambitioniert weiterzuführen. Genau hier setzt unser Antrag an. Die Kollegin Sturm hat es bereits ausgeführt. Wir treiben den Masterplan 2030 voran, schaffen 3.000 zusätzliche Wohnheimplätze, prüfen geeignete Flächen in der Nähe der Hochschulen und öffentlicher Verkehrsmittel, setzen auf nachhaltige Bauweise und nutzen wo sinnvoll auch bestehende Gebäude. Dafür werden wir zusätzliche Mittel aus dem Bundesprogramm "Junges Wohnen" abrufen. Und liebe Kolleginnen und Kollegen, mit dem Antrag sorgen wir dafür, dass junge Menschen auch zukünftig gut in Hamburg ankommen, ohne übermäßigen Druck und mit einem verlässlichen zu Hause zum Studienstart. Ich bitte daher um Ihre Zustimmung.
