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Martin Wolter

DIE LINKE 2:11 min Sitzungen 23/15

Liebe Hamburger:innen, ich hab grad noch mal auf die Internetpräsenz der Bäderland Hamburg GmbH geschaut und festgestellt, es gibt dort am heutigen Tag kein aktuell geöffnetes Bad in der gesamten Stadt ohne Einschränkung. Ob eingeschränkte Öffnungszeiten, ein defektes Dampfbad in der Alster Schwimmhalle, technische Defekte im Kaifu- und Billebad, eine außer Betrieb genommene Kaltwasserdusche im Bondenwald-Bad und so weiter. Die Schwimminfrastruktur in Hamburg scheint defizitär. Und dafür zahlen Erwachsene mindestens 7,70 Euro. Mit 7,70 Euro für die einmalige Nutzung eines Hallenbads hat Hamburg die bundesweite Spitzenposition inne. Aber Schwimmen darf kein Luxus sein. Ein Mitglied einer Tauchschule im Hamburg Osten berichtete mir, dass er mangels Möglichkeiten am späten Sonntagabend quer durch die Stadt nach Bahrenfeld in ein privates Schwimmbad fahren muss, um seinen Tauchsport ausüben zu können aufgrund mangelnder Zeiten. Herr Niedmers, Sie haben's auch schon angesprochen. Da Tauchen wie zahlreiche weitere Wassersportarten jedoch keine olympische Disziplin ist, ahnen wir hier keine Verbesserung der Situation, solange der Senat an seiner geplanten Olympiabewerbung festhält. Für die Austragung Olympischer Spiele ist die Situation im Breiten-, Freizeit- und Gesundheitssport nämlich kein ausschlaggebendes Kriterium. Wir geben daher dem Senat sowie den Beteiligten des zukünftigen Nutzer:innenbeirats Schwimminfrastruktur mit auf den Weg: Achten Sie auf ein gleichberechtigtes Miteinander der verschiedenen Mitglieder. Ermöglichen Sie freien Eintritt in die Bäderland-Bäder für alle Hamburger Kinder und Jugendlichen. Darüber hinaus müssen die Antrittspreise mindestens halbiert werden. Sorgen Sie für eine massive Verbesserung der Schwimmsicherheit und Schwimmfähigkeit für alle Kinder in der Stadt. Und investieren Sie mehr Geld in den Bau und Ausbau und Erhalt von Wassersportstätten. Danke.

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