Benjamin Mennerich
Verehrtes Präsidium, meine Damen und Herren! Worum geht es in dieser Debatte eigentlich? Die Linken behaupten natürlich mal wieder, sie würden sich hier wie Robin Hood für die Bedürfnisse einer hilflosen, unterdrückten Minderheit, in diesem Fall des ZeDiSplus, einsetzen, in der Hoffnung, von diesen dann künftig gewählt zu werden. Wie wollen sie das machen? Natürlich durch Geld. Im Endeffekt geht es hier also im Endeffekt nicht um viel mehr als den Versuch eines Stimmenkaufs. Anders als Robin Hood wollen die Linken das Geld aber nicht dem bösen Sheriff von Nottingham abnehmen, sondern dem Haushalt der Hochschulen. Und dadurch, meine Damen und Herren von der Linken, werden sie quasi selbst zum bösen Sheriff. In Ihrer Anfrage betonen Sie selbst die Wichtigkeit der Freiheit der Lehre. Freiheit der Lehre bedeutet, dass die Menschen ohne Verbote und ohne, dass Politiker versuchen, mit Geld die Lehrinhalte zu lenken, selbst entscheiden können, was sie forschen und was sie lehren wollen. Die einzigen Forschungsfelder, die einer besonderen Berücksichtigung bedürfen beziehungsweise diese auch erhalten sollten, sind diese, die für unsere Daseinsvorsorge wichtig sind, die unsere Freiheit und den Wohlstand unserer Gesellschaft sichern. Ohne diesen Wohlstand, meine verehrten Kollegen, den Sie darüber hinaus auch immer wieder versuchen zu zerstören, können wir uns nämlich den Luxus von geisteswissenschaftlichen Studien bald gar nicht mehr leisten.
