Peggy Heitmann
Sehr geehrtes Präsidium, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Hamburger, jetzt haben wir ja schon sehr viel Unsinn hier von Ihnen gehört. Das einzig Richtige, was gesagt wurde: Wir sind für ein Ende der Energiewende. Das können wir jetzt so unterschreiben. Dass die AfD rückwärtsgewandt ist, das würde ich gerne zurückgeben an Sie. Wir sind für Atomkraftwerke, und wenn Sie mal dann... Meine Damen und Herren, in jedem Ausschuss höre ich, dass Sie KI-Zentren für Hamburg wollen, wundern sich, dass Google hier kein KI-Zentrum baut. Warum nicht? Weil er diese KI-Zentren mit Atomenergie schweißt. Und solange Sie sich dagegen wehren, wird Hamburg auch weder essenzielle Rechenzentren haben noch einen KI-Standort. Was schlimmer ist als eine schlechte Entscheidung, ist eine Entscheidung, die die ganze Welt schon längst korrigiert hat, nur wir nicht. Aurubis, ein Unternehmen, welches stets seine Kooperationsbereitschaft mit dem Hamburger Senat gezeigt hat, sagt es Ihnen ehrlich und deutlich: Bis 2040 wird kein konkurrenzfähiger Wasserstoff durch Hamburger Leitungen fließen. Punkt! An dieser Stelle können wir das Kapitel Wasserstoff in Hamburg schließen. Wasserstoff ist in Deutschland nicht konkurrenzfähig. Alle sagen es Ihnen, und trotzdem bauen Sie das Netz weiter aus und gefährden damit unsere Hamburger Arbeitsplätze. Meine Damen und Herren, die Frage ist nicht, wann es scheitert, sondern wann Sie zugeben, dass es gescheitert ist. Studien von TALENTA Fraunhofer zeigen: Wasserstoff ist etwa viermal so teuer wie konventionelle Energieträger. Selbst der Europäische Rechnungshof kritisiert das Fehlen solider Analysen und fordert einen Realitätscheck. Die Industrie hat längst abgestimmt mit den Füßen. Mercedes, Volkswagen, Stellantis bauen keine Wasserstofffahrzeuge mehr. Tankstellennetzbetreiber sehen keine Perspektive. Unser Antrag sagt es deutlich: Hamburg braucht eine bezahlbare und zuverlässige Energieversorgung, nicht Wasserstofffantasien. Die Folgen der derzeitigen Politik sehen wir jeden Tag: steigende Energiekosten für Bürger und Betriebe, sinkende Wettbewerbsfähigkeit, Deindustrialisierung, Arbeitsplatzverluste. Verweigern Sie nicht länger die Realität, und machen Sie endlich Politik für Hamburg.
