Sandro Kappe
Sehr geehrter Präsident, sehr geehrte Damen und Herren. Ich glaube, den Vorrednern kann man gar nicht mehr zu sagen, weil im Endeffekt haben sie gut geschildert und eindringlich geschildert, wie die Thematik vor Ort ist. Aber Frau Quast, ich weiß gar nicht, wo Sie die Schweineställe in Hamburg sehen. Sie haben uns gerade erzählt, dass die Veterinäre in Hamburg das gar nicht kontrollieren können, die Schweineställe. Und Sie... Ich weiß gar nicht, wie viele Schweineställe Sie gezählt haben. Wir haben null gezählt. Das haben wir mal nachgefragt. Und das war so ein Punkt auch, wo wir ein bisschen näher nachgedacht haben, weil wir gedacht haben: Hui, da haben Sie aber ganz schön viele Themen zusammengeschmissen. Ich hab das auch gerade in Vorgesprächen noch mal gemacht. Da ist der Onlinehandel, da ist die Ankettung, da ist die Videoüberwachung, das ist die Qualzucht. Da gehen Sie auf jeden Fall in ein großes Portfolio von Themen. Aber ja, das ist... Ja, aber man hätte die Themenbereiche auch einzeln machen können. Also, habe ich auch in Vorgesprächen gesagt, weil bei einigen Themen werden Sie im Bundesrat Zustimmung bekommen und bei anderen werden Sie die nicht bekommen. Auch wir haben in der CDU-Fraktion uns überlegt, wie wir mit Ihrem Antrag umgehen, weil es natürlich spezielle Punkte gibt, wo man sagen muss, sind wir absolut mit d'accord, weil auch wir wollen keine Qualzucht, auch wir wollen keinen Welpenhandel, und diesen Onlinehandel müssen wir einschränken. Da sind wir alle dabei. Wir als CDU haben deswegen auch gesagt: Auch wenn wir viele Sachen von diesem Antrag fragwürdig finden, auch in der Dimension, wie Sie die geschrieben haben, werden wir Sie hierbei unterstützen, weil wir sagen, es geht ums Tierwohl. Und fürs Tierwohl stehen wir in Hamburg zusammen und werden diesen Antrag somit unterstützen. Aber Frau Quast, Sie ganz aus der Verantwortung zu ziehen, finde ich auch irgendwie ein bisschen schwierig. Sie haben es richtigerweise gesagt. Auf der einen Seite sagen Sie, wir brauchen mehr Tierschutz, wir brauchen mehr Kontrolle, umso mehr brauchen wir Überwachung, und auf der anderen Seite kürzen Sie die Mittel bei den Veterinärämtern. Und das passt in sich nicht zusammen. Wenn Sie doch ein Herz für Tiere haben, dann kümmern Sie sich darum, dass die Stellen, die Tierwohl überwachen, auch ausreichend ausgestattet werden, und nicht nur davon reden, sondern auch handeln. Und immer mehr Vorschriften zu machen, bedeutet immer mehr Bürokratie. Und wir wissen doch, dass wir uns im Bund darauf geeinigt haben, weniger Bürokratie, Frau Quast. Da sitzt doch die SPD auch dabei, oder nicht? Und... Ach so, sie sitzt sie nur so klein dabei. Ja, okay, das kann ich verstehen. Aber auf jeden Fall geht es eins darum: Wir dürfen nicht nur immer reden, der Bund soll liefern, sondern auch die Stadt Hamburg muss liefern. Und da sehe ich noch viel Ausbaupotenzial. Und solange die Stadt nicht ausreichend handelt, brauchen wir auch nicht darüber reden, und solange brauchen wir auch nicht diese Debatten führen, es muss alles besser werden, sondern jetzt muss die Stadt mal ins Doing kommen, und dann klappt das auch und nicht nur drüber reden. Danke schön.
