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Christin Christ

CDU 2:06 min Sitzungen 23/13

Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Damen und Herren. Genau. Der Pflegeberuf nimmt vor allem aufgrund des demografischen Wandels immer mehr an Bedeutung in unserer Gesellschaft zu. Das wissen wir alle. Es ist also wichtig, dass wir so viel wie möglich an jungen Menschen für die Pflege begeistern und auch entsprechend ausbilden können. Doch das, was wir und auch die Träger derzeit beobachten, ist, dass Hamburg in eben dieser so wichtigen Pflegeausbildung in eine strukturelle Krise zu rutschen droht. Wir haben es mehrfach im Ausschuss gehört. Der Mangel an Lehrkräften stellt derzeit eines der größten Hemmnisse dar, wenn es darum geht, genügend Nachwuchs auszubilden. Während andere Bundesländer längst pragmatische Wege gehen und die Anforderungen angepasst haben, hält Hamburg weiter an überholten und unnötig strengen Vorgaben fest. Gut ausgebildete Bewerberinnen und Bewerber werden dadurch ausgeschlossen und wandern teils in Nachbarländer ab. Und das ist ein hausgemachter Wettbewerbsnachteil für unser Pflegewesen. Und da wollen wir und können wir auch nicht länger zuschauen, meine Damen und Herren. Wir fordern mit unserem Antrag deshalb eine klare Kurskorrektur. Dazu gehören unter anderem flexible Sonderregelungen für Bachelorabsolventen, die ihr Masterstudium bereits begonnen haben, eine realistische Anerkennung von Studienabschlüssen und Qualifikationen, die Öffnung für angrenzende Berufsgruppen in Nebenfächern sowie gezielte Brückenprogramme. Wer heute die Ausbildung ausbremst, riskiert morgen die Versorgung. Hamburg braucht mehr Tempo, mehr Flexibilität und einfach mehr Vertrauen in die Träger und die Hochschulen. Dieser Antrag ist ein konkreter Schritt, um die Pflegeausbildung zukunftssicher zu machen und damit auch die pflegerische Versorgung in unserer Stadt. Herzlichen Dank.

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