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Marco Schulz

AfD 2:17 min Sitzungen 23/13

Ja, sehr geehrter Herr Präsident, werte Kollegen, vielen Dank. Frau Hennies, Punkt 1, ich freue mich ja schon mal, dass wir es geschafft haben, dass Sie sich wirklich auch vertieft mit dem Konzept auch in Sachsen-Anhalt beschäftigt haben. Zwei Minuten sind knapp, einerseits das vorzutragen. Und ich würde nicht sagen, dass wir das irgendwie irreführend dargestellt haben. Wir haben's nicht so damit, Anträge 1:1 abzuschreiben, sondern wir haben das gute Konzept in Sachsen-Anhalt zur Kenntnis genommen und bringen es hier weiterentwickelter ein. Und auch ich... Auch ich... Ich darf das auch, ich bin auch nicht unser bildungspolitischer Sprecher, vielleicht wird er das in Teilen anders sehen, und das ist auch in Ordnung. Auch ich würde Ihnen widersprechen mit der Aussage, dass das Schülerpraktikum in erster Linie eine Bildungsabsicht hat. Das ist, mit Verlaub, ein sehr verkopfter Ansatz. Warum haben wir denn diese Praktika ohnehin? Ja, all die Staatsdiener schreien wieder "Schwachsinn", ist klar, ne? Die Schule bereitet die Menschen auf die Realität vor. So. Und anders: Warum reden wir denn gerade davon, beispielsweise dem Hamburg Service eine Prämie zukommen zu lassen, ja? Weil dort weniger Menschen diese Tätigkeit machen wollen, verständlicherweise. Welche Anreize hab ich denn in einer Gesellschaft außer monetärer Natur? Und wir haben das gleiche Problem doch, wenn wir sozusagen dann im Bereich der Berufe selbst gucken, wenn wir da halt reden von Dachdeckern, von Pflege, ja, wenig Homeoffice-geeignet, Schichtdienste – pfui. So, wir müssen natürlich früh das Interesse an diesen Berufsgruppen wecken und sei es mittels eines Praktikums, wo ich auch bereit bin zu sagen: Alles klar, vielleicht nehmen die Schüler das nur wahr, weil sie tatsächlich im Fokus haben, ihr Taschengeld aufzubessern. Das soll mir dann persönlich recht sein. Wenn denn zumindest einer von zehn, der dadurch dahin gekommen ist, da bleibt, – so war's im Übrigen früher auch bei der Wehrpflicht, viele, die unfreiwillig zum Bund sind, sind dann geblieben –, wenn das sozusagen, einer von zehn da bleibt, dann haben wir schon eine deutlich bessere Stabilisierung der Lage, als wir derzeit uns befinden.

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