Mithat Çapar
Sehr geehrter Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Der hier vorliegende Antrag ist ein klares Bekenntnis zu einer freien, lebendigen und aktiven Zivilgesellschaft, die das Fundament unserer Demokratie bildet. Das "Haus des Engagements" ist eine Institution, die den engagierten Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt schon seit Jahren zur Seite steht. Vom betahaus im Schanzenviertel zieht es bald ins Neue Amt Altona, einen Ort, der noch mehr Raum für die vielfältigen Aktivitäten der freiwilligen Engagierten bietet. Dieser Umzug ist mehr als nur eine räumliche Veränderung. Er steht für die Weiterentwicklung einer Gesellschaft, die den Wert von Engagement, Solidarität und Verantwortung hochhält. Das "Haus des Engagements" soll mehr sein als ein Gebäude. Es soll ein lebendiger Treffpunkt werden für all jene, die sich für das Wohl ihrer Mitmenschen einsetzen. Hier finden Vereine, Initiativen, Migrant:innen, Selbstorganisationen und viele andere Akteur:innen eine Heimat. Es ist ein Ort, an dem Ideen geboren, Netzwerke geknüpft und soziale Brücken gebaut werden; ein Ort, an dem wir als Gesellschaft zeigen, wie solidarisch und stark wir in unserer Vielfalt zusammenstehen können. Im Koalitionsvertrag von SPD und GRÜNEN haben wir uns klar dazu bekannt, dieses "Haus des Engagements" weiter auszubauen und es zu einem Leuchtturmprojekt der Zivilgesellschaft zu machen. Der vorliegende Antrag geht noch weiter: Er stellt sicher, dass wir den Umzug organisatorisch und finanziell unterstützen und gleichzeitig dafür sorgen, dass das "Haus des Engagements" im Herzen Altonas zu einem Zentrum der zivilgesellschaftlichen Diskussion und Qualifizierung wird. Wir erleben derzeit, wie die Herausforderungen für unsere Gesellschaft zunehmen und sich Tendenzen der Spaltung und der politischen Apathie verbreiten. Gerade deshalb ist das freiwillige Engagement so entscheidend für den Zusammenhalt unserer Stadt und die Stärke unserer Demokratie. Es ist das Rückgrat unserer Zivilgesellschaft. Es hält uns zusammen und gibt uns die Kraft, Verantwortung zu übernehmen und für uns das Gemeinwohl einzusetzen. Herr Çapar, zum einen ist Ihre Redezeit abgelaufen, zum anderen gibt es noch die Zwischenfrage vom Abgeordneten Herr Mennerich. - Möchten Sie die zulassen? - Nein, Herr Präsident. - Fünf Minuten hat man mir gesagt, ja. - Ach so, fünf Minuten. Ach so, okay. Dann dürfen Sie gerne weiter... - Ich hoffe, dass ich dann die paar Sekunden noch dazu kriege. - Die kriegen Sie, ja klar. Herzlichen Dank. In Zeiten, in denen demokratische Werte, liebe Kolleginnen und Kollegen, in Zeiten, in denen demokratische Werte offen infrage gestellt werden, müssen wir den Menschen, die sich jeden Tag für unsere Demokratie und unsere Gesellschaft engagieren, noch entschlossener den Rücken stärken. Demokratie lebt von der aktiven Teilnahme der Bürgerinnen und Bürger, von der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und die Zukunft gemeinsam zu gestalten. Dieser Antrag ist daher nicht nur eine organisatorische Maßnahme, sondern ein wichtiger Schritt zur Stärkung einer Demokratie, die auf Mitgestaltung und Verantwortung setzt. Das "Haus des Engagements" ist eine große Chance, all jenen, die sich für das Gemeinwohl einsetzen, mehr Raum zu geben, für ihre Arbeit, ihre Sichtbarkeit und ihren Einfluss; für all jene Initiativen, die dafür sorgen, dass Hamburg eine solidarische, offene und demokratische Stadt bleibt. Deshalb bitte ich Sie, diesem Antrag hier zuzustimmen. Lassen Sie uns gemeinsam sicherstellen, dass das "Haus des Engagements" zu einem noch wichtigeren Ort wird, an dem Menschen sich über gesellschaftliche Themen austauschen, sich engagieren und für eine bessere Zukunft arbeiten können. Ich bitte Sie um eure Unterstützung. Vielen Dank!
